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Diversity Good-Practice

Caritas-Interessenvertreter fordern Inklusion als Menschenrecht ein

Unter dem Motto „Wie lange noch? Menschen mit Behinderung fordern Inklusion", lud die Caritas anlässlich des Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung nach Retz in die inklusive Frühstückspension OBENauf.
Text: Michael Strausz
© Caritas
Caritas-Interessenvertreter fordern Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Rückschritte im Bildungsbereich

Bei dem Pressegespräch unter dem Motto „Selbstbestimmt leben“ wiesen die Teilnehmenden etwa auf das Recht auf Barrierefreiheit, das Recht auf Information und das Recht auf selbst bestimmtes Leben hin. Der Austausch mit zahlreichen Interessensvertretern aus Tagesstätten und Wohngruppen behandelte wichtige Anliegen von Menschen mit Behinderung etwa das Recht auf Barrierefreiheit, das Recht auf Information und das Recht auf selbst bestimmtes Leben. „Österreich hat sich mit der UN-Behindertenrechtskonvention klar zu echter Inklusion verpflichtet. Doch derzeit erleben wir eher Rückschritte als Fortschritte – besonders im Bildungsbereich. Wir erinnern daran: Inklusion ist kein nettes Extra, sondern ein Menschenrecht. Und wir fordern, dass dieses Recht endlich konsequent umgesetzt wird – für die volle Teilhabe aller Menschen“, betont Sabine Benczur-Juris, Bereichsleitung Menschen mit Behinderung der Caritas der Erzdiözese Wien.

Der Wiener Caritasdirektor Klaus Schwertner kritisierte die jüngsten Sparmaßnahmen, die auch Menschen mit Behinderung treffen. Er verwies auf das Sozialpsychiatrische Zentrum der Caritas in Wien, das aufgrund fehlender Finanzierung der Stadt nach rund 40 Jahren schließen muss. „Sparen sollte nicht auf dem Rücken jener passieren, die ohnedies schon unter Druck stehen“, so Schwertner. Bei allen finanziellen Zwängen von Bund, Ländern und Gemeinden dürfe das Stärken von Inklusion und ein gutes Leben für alle nicht aus dem Blick geraten, warnte er vor weiteren Sparmaßnahmen. Bahnhöfe müssten Aufzüge haben, Busse auch abseits von Hauptverkehrsrouten barrierefrei sein; ebenso Kaffeehäuser, Restaurants oder Arztpraxen. Barrierefreiheit umfasse zudem auch das Recht auf Information, etwa in Form von Vorleseprogrammen, Leichter Sprache, Blindenschrift und Unterstützter Kommunikation.

Zahlreiche Aktionen  in Wien und Niederösterreich

Das Pressegespräch eröffnet eine Reihe von Aktivitäten rund um den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung. Am 2. Dezember setzt die Caritas in St. Pölten gemeinsam mit LH Johanna Mikl-Leitner ein starkes Zeichen: Der Klangturm wird lila beleuchtet – eine Farbe, die österreichweit für Inklusion, Teilhabe und Vielfalt steht. In Niederösterreich schließen sich zahlreiche Orte an: Unter anderem erstrahlen das Gemeindeamt und die Mariensäule in Retz, die Wallfahrtskirche, die Caritas-Tagesstätte und das Wohnhaus Franziska in Lanzendorf sowie der Wasserturm in Wiener Neustadt in kräftigem Lila. In Wien wird am 3.12. im Kulturhaus Brotfabrik die Ausstellung „Gesichter der Vielfalt“ gezeigt, die mit über 70 großformatigen Fotografien der Mediengruppe Krumbach die Einzigartigkeit von Menschen mit und ohne Behinderung sichtbar macht.

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