https://www.diversityguide.at/2994
  • Diversity Management
  • Good Practice
  • People
  • Service
  • Balance
  • Diversity Voices
Diversity Good-Practice

Selbstbewusste Friseurinnen braucht das Land

Mehr als 80 Prozent der Beschäftigten in der Friseurbranche sind Frauen. Sie beraten, führen Teams und prägen den Salonalltag maßgeblich. Dennoch sind sie in Führungspositionen und als sichtbare Stimmen der Branche unterrepräsentiert.
Text: Michael Strausz
© L'Oréal
Erfolgreiche Friseurinnen entwickeln ihr eigenes Profil und nutzen Netzwerke

Friseurinnen vor den Vorhang. „Wir halten die Schere, führen die Beratungsgespräche und halten die Salons am Laufen“, betont Unternehmerin, Speakerin und Business Coach Sam Schüller.  Gemeinsam mit L‘Oréal Professionnel empfiehlt die Expertin fünf Verhaltensweisen, um mehr Sichtbarkeit, Selbstbewusstsein und unternehmerischen Erfolg zu erreichen.

Vertrauen auf die eigene Expertise

Die Anforderungen an Friseur:innen gehen heute weit über das reine Handwerk hinaus. Neben fachlichem Know-how sind Beratungskompetenz, Kreativität und Gespür für individuelle Kundenbedürfnisse gefragt. Für Sam Schüller ist es deshalb entscheidend, den eigenen Wert zu erkennen und die eigene Expertise selbstbewusst zu vertreten. Wer Kund:innen auf Augenhöhe begegnet und die eigene Kompetenz sichtbar macht, schafft Vertrauen und langfristigen Erfolg. Schüller empfiehlt ihren Klientinnen: „Ihr seid Expertinnen für Ästhetik, Chemie und Psychologie. Tretet auch bewusst so auf.“

Sein eigenes Profil entwickeln

Sichtbarkeit sei die persönliche Versicherung gegen Austauschbarkeit. Insbesondere Social Media bietet Friseur:innen die Möglichkeit, nicht nur ihre Arbeit zu präsentieren, sondern auch ihre Persönlichkeit, ihr Fachwissen und ihre individuelle Haltung zur Branche sichtbar werden zu lassen. Gleichzeitig gewinnen exklusive Premium-Services, wie der neue Hyaluron Glossing Service von L’Oréal Professionnel, an Bedeutung: Sie schaffen Gesprächsanlässe, stärken die Expertenrolle im Salon und helfen dabei, sich klar vom Mitbewerb zu differenzieren.

Wirtschaftliche Kennzahlen als Erfolgsfaktor

Kreativität und handwerkliches Können bilden die Grundlage des Friseurberufs – langfristiger Erfolg erfordert jedoch auch unternehmerisches Know-how. Laut Sam Schüller sollten sich Friseur:innen deshalb ebenso intensiv mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wie mit Trends und Techniken beschäftigen. Wer die eigene Kostenstruktur, Preisgestaltung und Wirtschaftlichkeit versteht, schafft die Grundlage für Wachstum und Unabhängigkeit.

Netzwerke nutzen und voneinander lernen

In einer zunehmend dynamischen Branche gewinnt der Austausch unter Kolleg:innen immer mehr an Bedeutung. Die Unternehmerin hebt die Bedeutung starker Netzwerke, die dabei helfen können, Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen, hervor. Einzelkämpfer verlieren gegen das System. Wer sich verbündet, verändere es. Der Aufbau belastbarer Netzwerke kann deshalb nicht nur den individuellen Erfolg fördern, sondern auch die gesamte Branche stärken.

Klare Grenzen und Prioritäten setzen

Schüller ist der Ansicht, dass professionelle Selbstfürsorge nicht nur Erholung bedeutet, sondern vor allem die Fähigkeit, klare Grenzen zu setzen und Prioritäten zu definieren. Wer die eigenen Kapazitäten realistisch einschätzt und Entscheidungen trifft, die das persönliche und berufliche Wachstum fördern, schafft die Grundlage für langfristigen Erfolg. „Jedes Nein zu anderen ist ein Ja zu deinem eigenen Wachstum“, so Schüller abschließend.

 

Mehr zum Thema Diversity Good-Practice
© OEBB_Daniel_Willinger

Autonomer ÖBB-Bus on tour

Autonomes Fahren entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer konkreten Mobilitätslösung und die ÖBB gestalten diese Zukunftstechnologie aktiv mit. Nun bringt ÖBB Postbus einen vollautomatisierten E-Bus in die Flotte.
© Sabine Filzmair

Gleichstellungsprojekt „FairPlusService“ zieht Zwischenbilanz

Das Weiterbildungsprogramm "FairPlusService" unterstützt Unternehmen und Mitarbeiterinnen, Gleichstellung im Betrieb strukturell zu verankern. Im Fokus stehen faire Entwicklungs- und Qualifizierungschancen für geringqualifizierte, beschäftigte Frauen.
© Österreichischer Behindertenrat

Ausgleichstaxfonds durch höhere Budgetmitteln gesetzlich abgesichert

Die Forderung des Österreichischen Behindertenrats nach zusätzlichen Budgetmitteln für den Ausgleichtaxfonds zur Sicherung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen wurde durch die Bundesregierung gesetzlich abgesichert.
  • Über uns
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Mediadaten
Hier geht es zur aktuellen Ausgabe