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Diversity Good-Practice

Autonomer ÖBB-Bus on tour

Autonomes Fahren entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer konkreten Mobilitätslösung und die ÖBB gestalten diese Zukunftstechnologie aktiv mit. Nun bringt ÖBB Postbus einen vollautomatisierten E-Bus in die Flotte.
Text: Michael Strausz
© OEBB_Daniel_Willinger
Zweiter v.l.: OEBB-CEO Matthä flankiert von Bundesminister Hanke

Gemeinsam mit dem Technologiepartner Otokar bringt ÖBB Postbus einen elektrisch betriebenen Bus mit vollautomatisierter Fahrfunktion nach der höchsten Stufe autonomen Fahrens (SAE Level 4) für einen Pilotbetrieb nach Österreich. Diese Automatisierungsstufe ermöglicht vollautomatisiertes Fahren ohne permanente Eingriffe durch die Fahrerin oder den Fahrer. Der Bus wurde im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt und startet nun in den Pilotbetrieb beim European Forum Alpbach. In der Anfangsphase ist weiterhin eine Sicherheitsperson innerhalb des Fahrzeuges vorgeschrieben. Künftig ist der Einsatz des vollautomatisierten E-Busses im Regelbetrieb am Campus Wolfurt vorgesehen.

Den Kunden bessere Mobilitätsangebote anbieten

Mobilitätsminister Peter Hanke betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung automatisierter Mobilität für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich: „Automatisierte Mobilität ist ein wichtiger Baustein für ein moderneres, sichereres und effizienteres Mobilitätssystem und zugleich eine große Chance für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich. Besonders großes Potenzial sehe ich dabei im öffentlichen Verkehr. Automatisierte Busse können bestehende Angebote ergänzen und erweitern, wie etwa auf der ersten und letzten Meile, in ländlichen Regionen oder zu Zeiten, in denen ein klassischer Linienbetrieb nur schwer darstellbar ist.“

„Autonomes Fahren ist keine Zukunftsvision mehr, sondern eine Technologie mit großem Potenzial für den öffentlichen Verkehr. Unser Anspruch ist es, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten und frühzeitig Erfahrungen zu sammeln. So schaffen wir die Grundlage, um neue Technologien verantwortungsvoll einzusetzen und den Fahrgästen langfristig noch bessere Mobilitätsangebote zu bieten“, betont ÖBB CEO Andreas Matthä.

Technologie aus internationalen Praxiseinsätzen

Zum Einsatz kommt der vollelektrische Autonomous e-CENTRO C von Otokar. Das Fahrzeug verfügt über Technologie nach SAE Level 4. Das bedeutet, dass der Bus die Fahraufgabe innerhalb eines klar definierten Einsatzbereichs grundsätzlich selbstständig übernehmen kann. Nach österreichischer Rechtslage ist jedoch weiterhin ein geschulter Sicherheitslenker bzw. eine Sicherheitslenkerin an Bord erforderlich. Das autonome Fahrzeug bietet Platz für bis zu 32 Fahrgäste und einen barrierefreien Niederflureinstieg mit Rollstuhlrampe.

Otokar bringt bereits internationale Erfahrung im autonomen Linienverkehr ein. Der türkische Hersteller hat seinen autonomen e-CENTRO bereits in Madrid in den regulären Betrieb überführt und verfügt damit über praktische Erfahrungen beim Einsatz autonomer Busse unter realen Bedingungen. Diese Erkenntnisse werden nun in die österreichischen Projekte einfließen.

Im Anschluss an die Pressekonferenz konnten sich die Pressevertreter auf einer kleinen Rundfahrt auf dem Bahnhofsgelände von den Vorzügen des neuen E-Busses überzeugen. Es gab dabei keine Zwischenfälle.

 

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