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Diversity Good-Practice

Beim Sozialunternehmen „Vollpension“ stehen Oma und Opa im Mittelpunkt

Das Wiener Sozialunternehmen Vollpension versteht sich als zeitgemäße Neuinterpretation des Wiener Kaffeehauses – als „Omas öffentliches Wohnzimmer“, in dem Alt und Jung selbstverständlich zusammenkommen.
Text: Michael Strausz
© Mark Glassner
Alt und Jung in der Vollpension

Die traditionelle Kaffeerösterei Julius Meinl und das Generationencafé „Vollpension“ starten eine neue Kooperation, die Wiener Kaffeehauskultur und traditionelle Backkunst auf charmante, humorvolle und zugleich gesellschaftlich relevante Weise verbindet.

Café als Spiegel der Gesellschaft

Das Café zeigt, wie Wirtschaft und Soziales Unternehmertum funktionieren können, wenn Menschlichkeit im Zentrum steht und der Faktor Alter als Bereicherung verstanden wird. „Wir nehmen die Essenz des UNESCO-Weltkulturerbes Wiener Kaffeehaus: feine Bohnen, beste Mehlspeisen, ein Ort zum Verweilen“, betont Gründer und Geschäftsführer der Vollpension  Moriz Piffl-Percevic. „Und dann mischen wir es für die heutige Zeit neu ab. Das Wiener Kaffeehaus war immer ein Ort der Reflexion und des kritischen Denkens. Wir führen diese Tradition fort und lenken die Gedanken auf bestimmte Themenfelder: Altersarmut, Isolation im Alter, die Kluft zwischen den Generationen. Das ist unser Beitrag: Wiener Kaffeehauskultur, die nicht nur gut schmeckt, sondern auch gut tut.“

Bewahrer der Kaffeeröstkultur

Doch was fehlt zu einem saftigen Stück Kuchen oder einer warmen Buchtel? Genau – der perfekte Kaffee, samt goldbrauner Crema und luftigem Milchschaum. Mit Julius Meinl kommt nun ein Partner dazu, der wie kaum ein anderer für Wiener Kaffeeröstkultur steht.

Die Omas der Vollpension sind unangefochtene Expertinnen am Backofen – echte Könnerinnen der traditionellen Backkunst, die mit jeder Buchtel und jedem Gugelhupf Erinnerungen schaffen. Julius Meinl wiederum repräsentiert die Wiener Kaffeehauskultur und höchste Kaffeekompetenz. Beides zusammen ergibt ein Projekt, das Genuss und Kultur vereint – „Oma goes Barista“. Bei dieser neuen Initiative wagt sich Frau Maria aus der Vollpension in der Julius Meinl Akademie an die Barista-Kunst – angeleitet von Barista Trainer Florian Atzmüller.

Ob Espresso, der richtige Milchschaum, Pour Over oder Cold Brew:  Die Zuschauer:innen können auf der Website der Vollpension im Videoformat hautnah miterleben, wie die beiden authentisch und humorvoll alle Kniffe der Kaffeewelt entdecken. Ein echtes Teamwork der Generationen, das zeigt, wie wertvoll Wissenstransfer in beide Richtungen sein kann.

Das Team des Sozialunternehmen Vollpension

Das Vollpension-Team besteht aktuell aus insgesamt 115 Mitarbeiter:innen, wobei die Hälfte des Teams über 60 Jahre alt sind. Die pensionierten Senior:innen sind hauptsächlich fürs Kuchenbacken und für die Gästebetreuung zuständig. Das Team Jungspund hingegen setzt sich aus jungen Leuten zusammen, die für den Service im Café zuständig sind, sowie für die Kommunikation und Administration.

2015 wurde das Generationencafé in der Schleifmühlgasse eröffnet, das auch heute noch das Herzstück der Vollpension ist. Im Oktober 2019 folgte der zweite Standort in der Musik- und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, mitten im 1. Bezirk. Seit 2020 wird der Generationendialog auch in der ersten Oma-Backschule „Backademie“ der Welt gelebt, wo Senior:innen in hochwertig produzierten On-Demand-Kursen online und vor Ort im Vollpension Backstudio ihr Profiwissen rund ums Backen weitergeben.

 

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