Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz vorerst gesichert

Kürzungen von 50 Prozent standen im Raum
In der Steiermark wirkten sich die angekündigten Einsparungen des Sozialministeriums (BMASGPK) so aus, dass Arbeitnehmer:nnen mit Behinderungen kurzfristig darüber in Kenntnis gesetzt wurden, die Unterstützung durch die PAA um die Hälfte bzw. vollständig zu verlieren.
„Die Kürzungen bei der PAA wurden in der Steiermark nicht offiziell angekündigt. So waren wir wirklich sehr überrascht, als sich plötzlich besorgte Arbeitnehmer*innen mit Behinderungen bei uns meldeten. Teilweise wurde die Streichung so kurzfristig angekündigt, dass ein Reagieren der Betroffenen im Rahmen eines Gespräches mit der Arbeitgeber:innen gar nicht möglich war. Massive Verunsicherung und Existenzängste unter den Arbeitnehmer*innen mit großer Sorge den Arbeitsplatz zu verlieren, machten sich in der Community breit“, berichtet Dietmar Ogris, Obmann Selbstbestimmt Leben Steiermark.
SLIÖ und Behindertenrat klären auf
Das Engagement der bundesweiten Interessensvertretung „Selbstbestimmt Leben Österreich“ (SLIÖ ) und deren Vorsitzende Bernadette Feuerstein sowie der Einsatz des Vizepräsidenten des Österreichischen Behindertenrates, Martin Ladstätter, brachten folgendes, erfreuliches Ergebnis: Bei den Kürzungen der PAA in der Steiermark handelt es sich nicht um eine Vorgabe des Sozialministeriums. Seitens des Sozialministeriums erging an alle SMS-Landesstellen, dass es zu keinen Kürzungen bei direkten Unterstützungen am Arbeitsplatz, so insbesondere PAA, kommen soll. Es wurde klargestellt, dass die PAA entsprechend der bisherigen Vorgangsweise weiterhin bedarfsgerecht behandelt werden müssen.
„Wir machen uns große Sorgen, dass durch die massiven Kürzungen des Bundes im Behindertenbereich, immerhin handelt es sich um knapp 51 Prozent wir Gefahr laufen, für 2026 wieder mit ähnlichen Kürzungen auf Kosten von Arbeitnehmer:innen mit Behinderung konfrontiert zu werden“ , so Dietmar Ogris. Selbstbestimmt Leben Steiermark nimmt ein Einlenken der Landesstelle des Sozialministeriumservice Steiermark zur Kenntnis, werde aber wachsam bleiben.



