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Diversity Management

Inklusions-Pionier eröffnet eigene Psychotherapiepraxis

Von jeher verstand Norbert Pauser Diversität & Inklusion nicht als Minderheitenprogramm, sondern als Antwort auf eine Gesellschaft und Arbeitswelt, die vielfältiger und unverhersehbarer geworden ist. Die positiven Erfahrungen mit Kindern, ermutigten ihn, eine Praxis zu eröffnen.
Text: Michael Strausz
© beigestellt
Norbert Pauser in seiner neuen Praxis

Bereits mit elf Jahren erlebte Pauser, was es bedeutet, wenn jemand Ausgrenzung erfährt. Im Gymnasium setzte er sich für einen Mitschüler ein, der gemobbt wurde. Erst viel später sollte er diese Erfahrung mit den Begriffen Inklusion und Diversität verbinden. Diese zielen keinesfalls nur auf sogenannte Minderheiten ab, sondern erfassen unser gesamtes Miteinander. So drehen sich sämtliche Themen, von Agilität und New Work, psychologischer Sicherheit und Resilienz bis hin zu Künstlicher Intelligenz und Komplexitätsmanagement, die Unternehmen heute beschäftigen, letztendlich um eine wiederkehrende Frage: Wie gehen wir mit Unterschiedlichkeit und permanenter Veränderung um? Solide und professionelle Diversity-Arbeit war für Pauser daher immer eine Frage der übergeordneten Zusammenhänge.

Vielfalt vollzieht sich permanent in uns

Was macht die zunehmende Vielfalt der Lebenswelten mit uns? Menschen müssen nicht nur mit unterschiedlichen sozialen Gegebenheiten, Identitäten und Lebensentwürfen kompetent umgehen, sondern diese auch innerpsychisch verarbeiten. Zugehörigkeit und Ausschluss, Anerkennung und Abwertung, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Anpassung und Selbstbehauptung werden zu enormen inneren Spannungsfeldern. „Die moderne Psychotherapie hat die Aufgabe, diese Prozesse wahrzunehmen und verstehbar zu machen – ohne Menschen auf soziale Kategorien zu reduzieren. Denn Vielfalt ist nicht nur etwas, das uns gesellschaftlich begegnet. Sie vollzieht sich permanent in und zwischen uns. Besonders in der sozialpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in einer Wohngemeinschaft wurde das deutlich erfahrbar“, erzählt Psychotherapeut Norbert Pauser.

Kinder in schwierigen Verhältnissen

Die Kinder waren Pausers beste Lehrmeister und zeigten ihm, dass gelungene Beziehungen viele Türen öffnen können. Dass die innere Vielfalt vielen Zerreißproben standhalten kann und dass Resilienz, die kein Dauerzustand ist, auch unter erschwerten Startbedingungen erworben werden kann. Diese Erfahrungen ermutigten und ermunterten ihn, eine Psychotherapiepraxis (in Fachausbildung unter Lehrsupervision) zu eröffnen. Pauser deckt nun drei Wirkungsbereiche ab: die Organisationsebene „Die Vielfalt und wir“, die zwischenmenschlichen Beziehungen „Die Vielfalt in uns“ und die innerpsychische Verarbeitung „Die Vielfalt in mir“. Diese Aufgabenbereiche bilden ein stimmiges Gesamtbild, machen jedoch auf der jeweiligen Ebene geeignete Interventionen erforderlich.

Und wie kam es zur Gestalttheoretischen Psychotherapie? „Die Gestalttheorie mit ihrem zutiefst humanistischen Menschenbild ist der zentrale theoretische Bezugsrahmen in allen drei Bereichen meines beruflichen Handelns – in Psychotherapie, Beratung sowie Supervision & Coaching“, so Pauser abschließend.

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