53 Prozent von digitalen Barrieren betroffen

Der digitale Raum ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Aus diesem Raum ausgeschlossen zu sein, ist ein Ausschluss aus einem Teil des gesellschaftlichen Lebens. Während Menschen ohne Behinderung digitale Angebote oft problemlos nutzen, können dies Menschen mit Behinderung nicht, weil sie digitale Barrieren aufgrund ihrer Behinderung nicht überwinden können. Was für viele ein simpler Mausklick ist, kann etwa für blinde Personen eine digitale Sackgasse sein.
53 Prozent der Österreicher leiden unter digitalen Barrieren
Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Accessiway sind ablenkende Werbung bzw. Pop-ups die größten digitalen Barrieren. Darauf folgen eine verwirrende Navigation, lange Ladezeiten und Elemente, die nicht auf Mobilversionen optimiert sind. Diese Barrieren können bei Menschen mit Behinderung dazu führen, dass sie eine Website gar nicht bedienen können. Sie erschweren die Bedienung jedoch auch für Menschen ohne Behinderung. Mehr als die Hälfte (53 %) der Österreicher:innen hat laut Accessiway-Umfrage Schwierigkeiten bei der Nutzung digitaler Inhalte. „Wir alle kennen diese Situationen beim Surfen, in denen man sich fragt: ‚Wie komme ich da wieder zurück? Was wollen die von mir hier? Warum ist das jetzt weg? Digitale Barrieren betreffen uns alle – ob wir mit einer Behinderung leben oder nicht“, weiß Helena Selakovic, Expertin für digitale Barrierefreiheit bei Accessiway.
Generation Z besonders kritisch bei digitalen Barrieren
Wer auf der Unternehmenswebsite digitale Barrieren hat, dem entgeht Umsatz. Das hat zwei Gründe. Erstens schließen digitale Barrieren Menschen mit Behinderungen von Teilen der Website aus. Das bedeutet, sie finden Informationen nicht oder können Käufe nicht abschließen. Digitale Barrieren verkleinern somit den Pool an potenziellen Käufer:innen. Zweitens beeinträchtigen digitale Barrieren auch die User Experience von Menschen ohne Behinderung. Wenn die Website zu lange lädt, man Informationen nicht findet oder Formulare zu komplex sind, brechen auch Menschen ohne Behinderung Kaufvorgänge ab. Die geringste Toleranz gegenüber digitalen Barrieren hat die Generation Z. Sie bricht Online-Käufe oder Online-Suchen sogar häufiger wegen digitaler Barrieren ab als Millennials oder Babyboomer.
Wie man digitale Barrieren abbaut
Um ihre digitalen Barrieren zu erkennen und zu beheben, setzen viele Unternehmen auf automatische, KI-basierte Analysetools. Diese sind jedoch sehr fehleranfällig. Helena Selakovic dazu: „Automatische Scantools erkennen Barrieren nicht vollständig. Wer rechtskonform handeln möchte, braucht zusätzlich die Expertise von Barrierefreiheitsexpert:innen – besonders bei der Behebung der Probleme.“
Um Unternehmen eine Möglichkeit zu geben, den Barrierefreiheitsstatus ihrer Websites nachzuverfolgen und den Fortschritt der Behebung an einem Ort zu verwalten, hat Accessiway auf der neuen Accessiway-Plattform technologische Exzellenz und menschliche Expertise vereint. Die Plattform bietet zudem die notwendigen Tools für Software-Entwickler:innen, um Probleme effizient zu lösen.


