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Diversity Management
Diversität

Mit links oder mit rechts?

Scheren, Computer-Mäuse, Musikinstrumente, Werkzeuge, Küchentools – fast alle Gerätschaften sind für Rechtshänder:innen ausgelegt. Der internationale Tag der Linkshänder:innen macht seit dem 13. August 1976 auf die Belange jener Menschen aufmerksam, die bevorzugt ihre linke Hand benutzen.
Text: Helene Fiegl
rechtshänder:in oder linkshänder:in
© cottonbro studio / pexels
Links- oder Rechtshändigkeit sind Teil der Persönlichkeit. Linkshänder:innen wurden in der Vergangenheit oft diskriminiert und umerzogen.

Knapp über zehn Prozent der Menschen sind linkshändig. Ob nun jemand die rechte oder die linke Hand zum Schreiben oder für andere Tätigkeiten nutzt, erklärt die Forschung mit der Dominanz der gegenseitigen Hirnhälfte. Es ist noch unklar, ob das angeboren ist, Experten gehen eher von einer Festlegung während der embryonalen Entwicklung aus.

Schlechte Aussichten für Linkshänder:innen

Ins Leben gerufen wurde der „International Lefthanders Day“ von Dean R. Campbell am 13. August 1975. Die Wahl fiel auf einen 13., weil Linkshändigkeit oft mit Aberglauben behaftet war. Linkshänder:innen wurden eher als Hexen verfolgt oder als mit dem Bösen im Bunde gesehen. Linkshänder:innen wurden lange Zeit umerzogen, oftmals mit für Kinder traumatisierenden Methoden.

Statistiken gehen von einem Anteil der Linkshänder:innen von  zehn bis 15 Prozent aus. Bei Befragungen ist der Anteil unter alten Personen geringer, da früher die linke Hand kaum akzeptiert war. Man geht davon aus, dass – ohne jegliche Einflussnahme – bei bis zur Hälfte der Bevölkerung die linke Hand die dominante sein könnte.

Pseudo-Rechtshänder:innen

Obwohl heute eine Umerziehung kaum mehr praktiziert wird, wird oft ganz unbewusst die rechte Hand präferiert, da der Alltag auf Rechtshänderinnen ausgelegt ist. Oft reichen Eltern ihren Kindern ganz automatisch den Löffel oder Zeichenstift in die rechte Hand. „Da viele Menschen immer noch Rechtshändigkeit als das „Normale“ ansehen und daher von rechtshändigen Kindern ausgehen verleugnen kleine Linkshänder:innen ihr angeborenes Naturell und werden zu „Pseudorechtshänder:innen“, heißt es beim Verein LinkeHand.

Kinder wollen so sein, wie die anderen, bringt es der Verein auf den Punkt. Im Kindergarten oder in der Krabbelstube lernen sie von anderen und entfernen sich oft ganz unbemerkt von ihrer natürlichen Anlage. Deshalb ist es für das Kind wichtig, dass es sieht, „dass es als Linkshänder:in willkommen ist“.

Mehr Infos gibt es beim Verein LinkeHand.

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