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Diversity Management

Ältere Menschen leisten wichtige Beiträge für die Gesellschaft

Wir werden immer älter. Aber die Wertschätzung für ältere Menschen bleibt dabei offenbar auf der Strecke. Negative Altersbilder und Diskriminierungen haben Aufwind. Doch die Beiträge von Senior:innen sind für unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert.
Text: Helene Fiegl
ältere frau am schreibtisch
© pexels/SHVETS production
Viele ältere Menschen bringen ihre Kompetenzen in der Pension ehrenamtlich oder innerhalb der Familie ein. Doch dieses unentgeltliche Engagement bleibt oft hinter dem Vorhang - die Gefahr von negativen Altersbildern steigt.

Ältere Menschen sind ein wertvoller Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Ihre Lebenserfahrung, sozialen Beiträge und Kompetenzen machen sie systemrelevant, wie auch Studien belegen. Viele kümmern sich um Familienmitglieder, engagieren sich ehrenamtlich, etwa in der Nachbarschaftshilfe oder bringen sich als Mentor:innen ein.

Viele Menschen empfinden sich heute mit 60 oder 70 Jahren deutlich jünger und fitter als früher. Sie werden aber oft automatisch als vulnerablen Gruppe eingestuft und kämpfen mit Vorurteilen und dem oftmals daraus resultierenden eigenen Empfinden, schwach, krank oder nutzlos zu sein.

Alter als Kostenfaktor

Gegen negative Altersbilder richtet sich ein Appell der Diakonie und warnt zum Tag der älteren Menschen (1. Oktober) vor zunehmender Altersdiskriminierung. „Wir werden älter und das ist gut so,“ sagt Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser. „Wir beobachten aber mit Sorge, dass Menschen im Alter zunehmend als Problem und nicht zu bewältigender Kostenfaktor dargestellt werden. Das ist eine gefährliche Entwicklung, denn negative Altersbilder wirken sich schädlich auf die individuelle Lebensqualität und sogar nachweislich auf die Gesundheit aus.“

Es gehe darum, die Beiträge älterer Menschen deutlicher hervorzuheben. Viele Senior:innen engagieren sich freiwillig, betreuen Enkelkinder oder pflegen Angehörige. „Abwertende Bilder bergen die Gefahr, dass sich ältere Menschen zurückziehen aus der Gesellschaft,“ so die Diakonie-Direktorin. „Dieser Rückzug ist ein Risikofaktor für Einsamkeit und verminderte körperliche und geistige Aktivität. Und dies wirkt sich negativ auf die Gesundheit und sogar die Lebenserwartung aus“. Die Diakonie fordert daher, Menschen im Alter in möglichst vielen gesellschaftlichen Bereichen aktiv einzubinden – gerade auch, wenn altersbedingte Einschränkungen ihr Leben behindern.

Älteren nicht den Schwarzen Peter zuschieben

Die meisten Prognosen setzen den künftigen steigenden Pflegebedarf gleich mit dem höheren Anteil älterer Menschen in der Gesellschaft. Die Diakonie weist aber darauf hin, dass sich vorteilhafte politische Rahmenbedingungen stark auf ein gesundes, selbständiges Leben im Alter auswirken. „Wir dürfen nicht einfach den alten Menschen den Schwarzen Peter zuschieben“, so Moser. „Unser Gesundheits- und Pflegesystem weist Lücken auf, die Prävention und Selbständigkeit erschweren.“

Die Diakonie fordert daher eine rasche flächendeckende Umsetzung von Unterstützungsangeboten, die Selbständigkeit erhalten und fördern. Dazu gehört für die Diakonie auch eine Anpassung des Pflegegeld-Systems, das derzeit erst bei vorhandenen Defiziten greift.

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