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Diversity Management

Generation 50+ als entscheidender Faktor für wirtschaftlichen Erfolg

Noch immer wird die "Generation 50 plus" in Marketing und Kommunikation viel zu oft übersehen oder auf stereotype Bilder reduziert. Dabei verfügt sie nicht nur über eine enorme Kaufkraft, sondern ist aktiv, neugierig und lebensfroh.
Text: Michael Strausz
© Freepik

Markentreu und unabhängig

Unter dem Titel „50 plus und voll im Leben – Mythos oder Realität?“ widmete sich das Screenforce Expertenforum XXL  einer der spannendsten und zugleich viel zu wenig beachteten Zielgruppe. Nahezu die Hälfte der deutschsprachigen Bevölkerung umfasst die Generation 50 plus; dennoch wird sie gerne stereotypisiert, obwohl sie über enorme Kaufkraft verfügt (57 Prozent des gesamten FMCG-Umsatzes entfallen auf sie) und aktiv, neugierig und lebensfroh ist. Wenn Marken oder Services nicht performen, werden sie ausgetauscht. Man macht sich frei von Must-Haves und schätzt die Unabhängigkeit. Diese  Zielgruppe ist zwar markentreu, jedoch markenunabhängig; traditionsgebunden bei gleichzeitiger Trendaffinität; man kauft genauso geplant wie auch impulsiv, ist sowohl anspruchsvoll als auch flexibel und nicht zuletzt clever und großzügig – man kennt sich mit Spar-Apps aus, gibt aber auch gerne viel Geld für schöne Dinge aus.

Zwischen Erfahrung und Aufbruch

Mit einer repräsentativen Studie mit 1.600 Teilnehmern aus dem gesamten DACH-Raum widmete sich Brigitte Bayer, Leiterin der Gesellschaft für innovative Marktforschung (GIM) den Fragen, wie die Zielgruppe 50 plus tickt und wie sie sich von den 30- und 40-Jährigen unterscheidet. Dabei zeigt sich, dass sich die Zielgruppe nicht nur durchschnittlich um zehn Jahre jünger fühlt, sondern insbesondere Gelassenheit und Stress in der Eigenwahrnehmung nachlassen, während die Lebensfreude eher steigt.

Im Spannungsfeld zwischen Selbst- und Fremdbild zeigt sich, dass die jüngeren Befragten die älteren gerne unterschätzen: während nur sieben Prozent der 30- bis 40-Jährigen glauben, dass der Zielgruppe 50 plus neue Technologien wichtig wären, empfinden diese moderne Technologien sogar als Bereicherung (46 Prozent). Auch Gesundheits- und Qualitätsbewusstsein werden großgeschrieben – allerdings stark in Abhängigkeit vom Stand des Einkommens und der Bildung. Ein Viertel der befragten 50- bis 70-Jährigen ist neugierig, Neues zu probieren – was ihnen die 30- bis 49-Jährigen nur zu acht Prozent zutrauen.

Genuss im Mittelpunkt

Das Leben wird in vollen Zügen genossen – man fühlt sich fit und gesund und ist auch nach wie vor sportlich aktiv. Man ist mittendrin – inklusive Rückgriff auf Erfahrungsschatz.  Das Genießen steht im Vordergrund. Während viele Wünsche der 30- bis 49-Jährigen mit dem Aufbau zu tun haben, geht es bei der Zielgruppe 50 plus um Veredelung: Man hat schon viel erlebt, möchte im Alter aber gern noch eins draufsetzen. Werbung bleibt wichtig, Belehrung wird hingegen abgelehnt. Für hohe Qualität wird gerne mehr Geld ausgegeben.

„Wer die Generation 50 plus ernst nimmt und authentisch anspricht, gewinnt eine Zielgruppe, die sich bewusst entscheidet, kritisch prüft und Marken mit Loyalität belohnt“, begrüßt Screenforce-Marketingdirektorin Uschi Durant.

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