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Diversity Management

Initiative gegen Antisemitismus in der Schule

Gesellschaftliche Konflikte machen auch vor Schulen nicht Halt und spiegeln die allgemeine Stimmungslage wider. Lehrkräfte sind dadurch stets vor neue Herausforderungen gestellt, so auch durch die Zunahme an antisemitischen Vorfällen in den vergangenen Jahren. Doch wie können Pädagog:innen Antisemitismus im Klassenzimmer begegnen? Eine neue Broschüre soll dabei unterstützen.
Text: Helene Fiegl
schule, bildungsprojekt gegen antisemitismus
© max fischer/pexels
Gegen Antisemitismus, Diskriminierung und Rassismus an Schulen: Eine neue Broschüre bietet Handlungsempfehlungen für Pädagog:innen.

Antisemitismus zeigt sich in vielerlei Formen, codiert oder offen, öffentlich oder privat. Die neue Broschüre für Lehrpersonen: „Antisemitismus. Gesellschaftliche Herausforderung & pädagogisches Handeln“ soll bei der Auseinandersetzung mit diesem Thema helfen. Es werden Handlungsempfehlungen vorstellt und ein kompakter Überblick über Geschichte, Erscheinungsformen und Funktionen gegeben. Anliegen ist es, dem Antisemitismus entgegenzutreten – sowohl wenn er geäußert wird als auch zur Prävention.

Auseinandersetzung mit Antisemitismus
Adelheid Schreilechner, Professorin an der PH und Mitautorin der Handreichung, sagt: „Es ist schwierig geworden, über Antisemitismus zu reden – auch in Klassenzimmern. Komplexe gesellschaftliche Dynamiken, die Gewalteskalation im Nahen Osten und weltweite Social-Media-Phänomene heizen die Stimmung an. Viele Lehrpersonen stellen fest, dass die Beschäftigung mit dem Holocaust nicht ausreicht, um der Komplexität des Themas gerecht zu werden.“

„Der OeAD setzt sich mit seinen Programmen und Angebote dafür ein, dass Schulen sichere, diskriminierungsfreie und inklusive Orte sind, die allen Schülerinnen und Schülern die Chance auf Bildung eröffnen. Dazu gehört auch, sich präventiv mit Antisemitismus auseinanderzusetzen“, erklärt OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice zur neuen Veröffentlichung. „LehrerInnen können einen immens wichtigen Beitrag in der Auseinandersetzung mit den vielfältigen Formen des Antisemitismus leisten. Dabei dürfen wir sie nicht alleine lassen. Wir geben ihnen mit der Handreichung ein Werkzeug mit, um Antisemitismus effektiv erkennen, benennen und bekämpfen zu können“, sagt Andreas Kranebitter, Wissenschaftlicher Leiter des DÖW.

 

Über das Projekt

Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) und das OeAD-Programm ERINNERN:AT haben in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig die neue 58-seitige Handreichung erstellt. Verfasst wurde sie von Bianca Kämpf, Axel Schacht und Adelheid Schreilechner. Finanzielle Unterstützung für die Herstellung der Broschüre kam vom Bundesministerium für Bildung. Die Bundesregierung präsentierte im November 2025 die „Nationale Strategie gegen Antisemitismus 2.0“ mit 49 konkreten Maßnahmen in acht Handlungsfeldern, Bildung ist eine Säule der Strategie. Die Broschüre „Antisemitismus. Gesellschaftliche Herausforderung & pädagogisches Handeln“ wurde kürzlich im Salzburger Stefan-Zweig-Zentrum öffentlich vorgestellt.

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