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Diversity Management

Vorstand in Banken ist zu 14 Prozent weiblich

Wer kann besser mit Geld umgehen? Wer bekommt den Vorstands-Sessel? Im Bankensektor dominieren noch immer deutliche Geschlechterunterschiede. Das gilt für die Besetzung von Top-Jobs, wie auch für das Investitionsverhalten der Bank-Kund:innen.
Text: Helene Fiegl
Frau sitzt am Laptop mit Finanzstatistiken
© pexels_Yan Krukau
Frauen legen ihr Geld eher traditionell an und vermeiden riskante Investitionen.

Männer treten in der Finanzwelt – sei es bei der Bewerbung um Top-Jobs als auch beim Investieren – stärker ins Rampenlicht als ihre weiblichen Geschlechtsgenossinnen. Frauen trauen sich in Geldangelegenheiten offenbar wenig zu und sind auch in Vorstandsposten Mangelware.

Mehr Geschäftsführerinnen im Bankensektor

Auf nur 14 Prozent beläuft sich der Anteil der weiblichen Vorstandsmitglieder von Österreichs Banken und Finanzinstituten. Das geht aus einer Analyse des internationalen Beratungsunternehmens zeb hervor. Bei den Bank-Aufsichtsräten beläuft sich der Frauenanteil demnach auf 38,8 Prozent.

Ein Blick auf die Top-200-Unternehmen zeigt, dass sich der Frauenanteil in der Geschäftsleitung im Bereich „Finanz“ Ende 2024 auf 19,3 Prozent beläuft. In der Industrie liegt der Anteil von Frauen in den Chefetagen der 200 größten Unternehmen überhaupt nur bei 7,7 Prozent.

Bedürfnisse von Frauen stärker berücksichtigen

„Dass Banken beim Frauenanteil besser liegen als andere Wirtschaftszweige, ist nur ein schwacher Trost“, sagt Michaela Schneider, Managing Partner von zeb Austria. „Die Hälfte der Bankkund:innen sind Frauen, wir brauchen zeitgemäße Finanzprodukte und Beratungsangebote eben auch für Frauen, die deren Bedürfnisse stärker berücksichtigen – und dafür braucht es deutlich mehr Frauen in Entscheidungspositionen von Banken und Finanzinstituten.“

Deutliche Geschlechterunterschiede gibt es auch beim Investitionsverhalten. Frauen setzen mit 63 Prozent Nutzung deutlich stärker auf Sparkonto und Sparbuch als Männer (57 Prozent). Risikoreichere Anlageformen locken sie hingegen deutlich weniger. Aktien bevorzugen bei Männern 28 Prozent und bei Frauen 13 Prozent. Auf Kryptowährungen setzen 16 Prozent der Männer, hingegen bei Frauen nur sechs Prozent. Anleihen sind zu 12 Prozent männlich und lediglich zu sieben Prozent weiblich belegt. Bemerkenswert ist, dass bei gleich ausgeprägtem Interesse  Männer ihr Finanzwissen deutlich höher einschätzen als Frauen.

Was kann für die Gleichstellung getan werden? (Quelle zeb)
• Nachhaltige Finanzbildung bereits ab der Volksschule
• Eine nationale Finanzbildungsstrategie, die tatsächlich alle Bevölkerungsgruppen einschließt
• Maßnahmen zur besseren Vereinbarung von Beruf und Familie auch für Frauen im Top-Management, wie etwa durch flexible Arbeitsmodelle und Führung in Teilzeit, gezielte Mentoring- und Netzwerkmöglichkeiten für weibliche Führungskräfte, transparente Karrierepfade mit verbindlichen Gleichstellungszielen

„Es braucht einen Kulturwandel in der Finanzbranche. Diversität in Führungsetagen ist kein Selbstzweck, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil“, betont Michaela Schneider.

 

Über zeb

zeb hat sich als eine der führenden Strategie-, Management- und IT-Beratungen für die europäische Finanzdienstleistungsbranche etabliert. Zu den Kunden zählen neben europäischen Groß- und Privatbanken auch Regionalbanken und Versicherungen sowie Finanzintermediäre aller Art. zeb agiert an 15 Standorten in 15 Ländern, der Gründungssitz befindet sich in Münster (D), der Österreich-Standort in Wien. Für mehr Infos: hier klicken!

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