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Studie: Top in MINT – Lücken in der Grundbildung

Eine Vergleichsstudie bescheinigt Österreich eine starke Position im Bereich der MINT-Kompetenzen. Das Ranking in Sachen Nachhaltigkeit, Frauenanteil oder Innovation stimmt optimistisch. Doch es offenbaren sich gleichzeitig bestehende, strukturelle Schwächen in der schulischen Grundbildung.
Text: Helene Fiegl
Ingenieurin am Arbeitsplatz
© pexels/thisisengineering
MINT-Fachkräften in Österreich winken gute Zukunftsperspektiven. Hierzulande gibt es laut einer Erhebung vergleichsweise viele Ingenieursabsolvent:innen.

MINT-Fächer – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – sind von grundlegender Bedeutung für unsere moderne Welt. Sie sind die Grundlage für Innovationen, technologische Fortschritte und die Lösung komplexer Fragestellungen. Klimaproblematik, künstliche Intelligenz, Energieversorgung oder medizinische Fortschritte sind nur einige der Herausforderungen, die nur mit MINT-Kompetenzen bewältigbar sind. Umso erfreulicher ist es, dass Österreich im internationalen Vergleich gut abschneidet.

Bei MINT-Kompetenz auf Platz 10

In einer Vergleichsstudie, dem SThree STEM Skills Index 2025, belegt Österreich in Sachen MINT insgesamt den 10. Platz. Die Studie bewertet Kompetenzen und Rahmenbedingungen in den MINT-Bereichen. Insbesondere die Innovationskraft konnte im internationalen Vergleich (7. Rang) überzeugen. Überdurchschnittlich viel investiert Österreich in Forschung und Entwicklung, besonders was grüne Energie angeht (5. Platz). Nachhaltigkeit liegt der Alpenrepublik offenbar ebenfalls am Herzen, das zeigt der 7. Platz im Bereich erneuerbare Energien.

Bemerkenswert ist auch die starke Position bei den Ingenieurswissenschaften. Österreich nimmt mit dem fünftgrößten Anteil an Ingenieursabsolvent:innen den 8. Platz ein. Der hohe Anteil von Frauen rangiert an 6. Stelle, ebenso das hohe Verhältnis von jüngeren zu älteren Fachkräften.

Mängel bei Grundbildung

Doch es gibt nicht nur Lorbeeren. Als Schwachstelle tritt klar die schulische Grundbildung ans Tageslicht (Rang 18). Geschuldet ist das den PISA-Ergebnissen in Naturwissenschaften sowie den staatlichen Ausgaben für Primar- und Sekundarbildung, die im unteren Mittelfeld rangieren. Hier solle künftig mehr darauf geachtet werden, den Grundstein für die MINT-Bildung bereits in der Schule zu legen. Hinzu komme die „verhältnismäßig geringe Schulpflichtdauer von neun Jahren“, heißt es bei SThree. „Zwar bietet eine Lehre eine frühzeitige berufliche Qualifikation, doch ersetzt diese praxisorientierte Ausbildung keine starke allgemeinbildende Basis in Mathematik, Naturwissenschaften und digitalen Kompetenzen“. Die wachsende Zahl an Schüler:innen mit Migrationshintergrund wird als zusätzliche Herausforderung für das Bildungssystem genannt.

Notwendig sei eine frühzeitige Förderung digitaler Kompetenzen im Bildungssystem und eine Förderung unterrepräsentierter Gruppen im MINT-Bereich, damit Österreich wettbewerbsfähig bleiben könne. „Österreich hat ein enormes Potenzial, sich als führender MINT-Standort in Europa zu etablieren“, betont TimoLehne, CEO von SThree. Er unterstreicht die Notwendigkeit auf Investitionen in Bildung sowie digitaler Infrastruktur und hält fest: „Ein weiterer Hebel liegt in der stärkeren Mobilisierung privaten Kapitals für Forschung, Entwicklung und Startups. Aktuell ist Österreich in diesem Bereich noch stark auf Investitionen aus dem Ausland angewiesen.“

Über SThree
SThree plc ist eine globale Personalberatung für MINT-Berufe und vermittelt hochqualifizierte Fachkräfte in den Bereichen Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaft und Technik. SThree verfügt über 38 Jahren Erfahrung im MINT-Bereich. Das globale Team umfasst über 2.800 Mitarbeitende, die über lokale Expertise in 11 Ländern verfügen.

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