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Diversity Voices

Es ist normal, anders zu sein – zum Glück!

Ulrike Lunacek, langjährige Bundes- und Europapolitikerin der Grünen, u.a. Vizepräsidentin des Europaparlaments und auch Vorsitzende der LGBTI-Intergroup des EP, zum Geleit der ersten Ausgabe des DiversityGuides. Lunacek lebt seit rund 40 Jahren offen lesbisch.
Gastkommentar: Ulrike Lunacek
© Parlamentsdirektion/Johannes Zinner

Menschen sind unterschiedlich, zum Glück! Denn wie langweilig wäre es, wären wir alle in Erscheinung und Fähigkeiten gleich – gleich an Größe, Statur, Haut-, Haar- und Augenfarbe, Gewicht, Sprache, Alter, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Fähigkeiten und Talenten wie Bedürfnissen, Weltanschauungen, Religionen usw., usf.

Die Vielfalt, mit der es uns Menschen gibt, ist ein immer noch unterschätzter – und heute wieder zunehmend bekämpfter – Reichtum. Immer noch erleben verschiedene, große wie kleine, Gruppen der Menschheit tagtäglich vielfältige, oft auch mehrfache Diskriminierungen: weil sie Frauen sind, weil sie nicht-weiße Hautfarbe haben, weil sie körperliche oder intellektuelle Beeinträchtigungen haben, weil sie eine andere sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität als die Mehrheitsbevölkerung haben – einfach weil sie irgendwie „anders“ sind.

Anderssein wird oft mit „Nicht-Normal-Sein“ gleichgesetzt – so als ob es einen „Norm-Menschen“ gäbe! Dieses Auseinander-Dividieren von Menschen auf Grund von Aussehen oder Eigenschaften ist gefährlich, es führt leicht zu Angstmache, Hetze, Hass – und ja, auch physischer Gewalt.

Aber „es ist normal anders zu sein“! Diesen Spruch habe ich schon Anfang der 1980er Jahre von einer Selbsthilfegruppe von Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen in Kanada gelernt, und ihn mir zu meinem privaten wie beruflichen und politischen Motto gemacht. 

Und weil Vielfalt eben ein Reichtum ist, geht es in unseren modernen Arbeitswelten wie in der Gesellschaft allgemein darum, mit passenden Maßnahmen Ängste und Vorurteile abzubauen und Augen, Ohren und Türen für Diversität zu öffnen. 

Was dafür nötig ist?

  • Gesetze – wie etwa EU-weit aber auch in Österreich das sogenannte „Levelling-Up“ (damit es nicht nur, wie schon jetzt der Fall, im Bereich der Beschäftigung, sondern auch im Zugang zu Dienstleistungen keine Diskriminierungen mehr geben darf)
  • Handbücher wie das vorliegende
  • Mut und Wissen, die vielen vorhandenen Ideen und Vorschläge umzusetzen
  • Zivilcourage jeder und jedes Einzelnen: im Alltag nicht wegschauen, sondern Diskriminierungen ansprechen und diskriminierte Menschen unterstützen.
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