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Neues Forschungszentrum von Clarins zu Longevity

Longevity beschäftigt sich mit dem Altern und wie das möglichst fit und bei guter Gesundheit stattfinden kann. Ganz im Zeichen der Haut und Gesundheitsforschung steht nun das neue Dr Olivier Courtin-Clarins Longevity Research Center. Dabei wird unter anderem besonderes Augenmerk auf die Epigenetik gelegt.
Text: Helene Fiegl
longevity forschung
© pexels / edward jenner
Warum altern wir? Welche Biomarker bestimmen die Hautalterung? Im neuen Clarins Forschungszentrum will man sich gezielt auf Longevity fokussieren.

Das Dr Olivier Courtin-Clarins Longevity Research Center baut auf drei Jahrzehnten wissenschaftlicher Arbeit mit einer beachtlichen Bilanz auf: zehn Patente, 13 wissenschaftliche Publikationen und zwölf internationale Kooperationen, teilt die französische Kosmetik-Firma Clarins mit. Nun soll dieses Wissen genutzt werden, um die Mechanismen des Alterns noch präziser zu verstehen und Wege aufzuzeigen, wie sich Hautgesundheit und allgemeines Wohlbefinden langfristig stärken lassen.

Wissenschaftliche Expertise im Dienst der Gesundheit

Unter der Leitung von Dr. Olivier Courtin-Clarins vereint das Zentrum ein internationales Komitee aus Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen — von der Altersbiologie über Dermatologie und Epidemiologie bis hin zu Verhaltenswissenschaften, biomedizinischer Technik und Datenwissenschaft. Diese multidisziplinäre Ausrichtung bietet einen umfassenden Blick auf jene Faktoren, welche die Hautalterung beeinflussen. Außerdem ermöglicht es Forschung, die nicht nur kosmetische, sondern gesundheitsrelevante Erkenntnisse liefert.

Von den Standorten Paris und Pontoise aus verfolgt das Zentrum drei zentrale Aufgaben. Erstens sollen neue Forschungsfelder identifiziert werden, die sich an aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen und gesellschaftlichen Bedürfnissen orientieren. Weiters werden Doktorats- und Postdoc-Programme aufgebaut, um die nächste Generation der Langlebigkeitsforschung zu fördern. Zudem sollen die gewonnenen Erkenntnisse über Publikationen, Symposien und Workshops breit zugänglich gemacht werden — ein Beitrag zur wissenschaftlichen Transparenz und zum Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft.

„Heute ermöglicht uns die Longevity-Forschung, das Verhalten der Haut maßgeblich zu beeinflussen. Ich bin überzeugt, dass wir dieses in Zukunft sogar umkehren können. Die Stärke dieser Wissenschaft liegt darin, dass wir sowohl Schönheit als auch Hautgesundheit auf wirklich proaktive Weise fördern können“, sagt Dr. Olivier Courtin-Clarins.

Epigenetik und Longevity

Ein zentraler wissenschaftlicher Bezugspunkt des Zentrums ist die Arbeit von Joël de Rosnay, der bereits in den 1970er-Jahren zeigte, dass nur etwa 15 Prozent der Genexpression vererbt sind, während rund 85 Prozent durch Lebensstil und Umwelt geprägt werden. Diese Erkenntnis macht deutlich: Altern ist kein starres Schicksal, sondern ein dynamischer Prozess, der durch tägliche Entscheidungen beeinflusst werden kann.

Dr. Courtin-Clarins betont, dass Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung, Stress, Schlaf und Umweltbelastung direkte Auswirkungen auf Genexpression, Entzündungsprozesse, oxidativen Stress, mitochondriale Funktion und Zellreparatur haben. Die Haut fungiert dabei als Spiegel des inneren Gleichgewichts — sie ist eine Barriere, ein Immunorgan und sichtbarer Marker des physiologischen Zustands. Beschleunigte Hautalterung kann auf tieferliegende gesundheitliche Dysbalancen hinweisen, etwa chronische Entzündungen, Stress oder unzureichende Regeneration.

Damit wird klar: Hautgesundheit ist ein integraler Bestandteil der Gesamtgesundheit. Langlebigkeit bedeutet, Körper und Haut gleichermaßen zu stärken — durch Ernährung, Bewegung, Stressmanagement, emotionale Balance, Prävention und eine wissenschaftlich fundierte Pflege.

Die großen Fragen des Alterns

Das Zentrum widmet sich grundlegenden Fragen: Warum altern wir? Welche Biomarker bestimmen die Hautalterung? Wie hängen diese Marker zusammen? Und vor allem: Lassen sie sich beeinflussen? Clarins’ Antwort, gestützt auf jahrzehntelange Forschung, lautet: Ja. Wissenschaftliche Erkenntnisse können in nachhaltige Strategien für Hautgesundheit und Wohlbefinden übersetzt werden.

Hautlanglebigkeit wird dabei als Zusammenspiel von Resilienz, Funktionalität und Vitalität verstanden — nicht nur der Haut, sondern auch von Kopfhaut und Haaren. Ziel ist es, vorzeitiger Alterung vorzubeugen und die langfristige Gesundheit des gesamten Hautökosystems zu stärken.

Dr. Courtin-Clarins fasst es so zusammen: Die Forschung konzentriere sich weniger auf äußere Zeichen des Alterns, sondern darauf, alterungsbedingte Verhaltensweisen der Haut zu verzögern oder sogar umzukehren. Die wissenschaftlichen Fortschritte der letzten Jahre hätten es ermöglicht, zentrale biologische Mechanismen der Hautalterung gezielt zu adressieren.

 

Über Clarins

Clarins wurde 1954 von Jacques Courtin-Clarins in einem Pariser Schönheitsinstitut gegründet. Clarins ist ein Familienunternehmen und in mehr als 150 Ländern vertreten – mit Hautpflegeprodukten sowie Make-up. Das Unternehmen bezeichnet die Clarins-Labore als Pioniere auf den Gebieten der Pflanzenwissenschaft und -technologie. Die Werte der Marke basiere auf einem kontinuierlichen Dialog mit den Verbrauchern, einem beständigen Respekt vor der Natur und den Menschen sowie dem Engagement für nachhaltige Beschaffung, darunter „Les Domaines Clarins“ – zwei Bio-Bauernhöfe und Freilandlabore in Frankreich. Im Jahr 2025 wurde Clarins als B Corporation zertifiziert. Das Unternehmen ist derzeit klimaneutral und wird seinen CO₂-Fußabdruck bis Ende 2025 um weitere 30 % reduzieren und durch die Verwendung von zu 100 % recycelbaren Verpackungen zu 100 % kunststoffneutral werden. Zu den Partnern gehören „Pur Projet“ – bisher wurden mehr als 1.000.000 Bäume gepflanzt; „Plastic Odyssey“ – eine dreijährige Expedition über drei Kontinente mit 30 Zwischenstopps im Kampf gegen die Plastikverschmutzung; sowie „Mary’s Meals“ – bisher wurden mehr als 51 Millionen Schulmahlzeiten an bedürftige Kinder ausgegeben.

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