Erasmus Mundus Joint Masterstudium an FH OÖ gestartet

„Unterschiedlichkeit ist eine Ressource, aus der man voneinander lernen kann“, das gilt aus der Sicht von FH-Prof. PD Dr. Andreas Auinger, Dekan der Steyrer Management-Fakultät der FH Oberösterreich, für die Zusammenarbeit von Universitäten und Hochschulen wie auch für einzelne Studierende. Dieses Credo ist Programm für das soeben gestartete neue Erasmus Mundus Joint Masterstudium „interCultural Leadership in the Digital Era“ (CLIDE). Koordiniert von der Nicolaus-Copernicus-Universität (UMK) im polnischen Toruń, sind die spanische Universität Granada, die ukrainische Simon-Kuznets-Universität für Nationalökonomie Charkiw, die marokkanische Université Hassan II Casablanca sowie die FH Oberösterreich am Campus Steyr mit an Bord. Die Studierenden lernen, interkulturelle und internationale Teams in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt zu führen.
CLIDE von der EU gefördert
Bei der Auftaktveranstaltung an der UMK wurde der neue Erasmus-Mundus-Joint-Master-Studiengang „interCultural Leadership in the Digital Era“ aus der Taufe gehoben. Das Konzept ist aus der Sicht der Studierenden offenbar attraktiv: Für die 25 Studienplätze pro Jahr haben sich mehr als 1.100 Bewerber:innen auf der offiziellen Seite von CLIDE registriert. Auch für die zukünftigen Jahrgänge werden Bewerbungen direkt auf der offiziellen Seite des Erasmus Mundus Studiengang angenommen. Eine direkte Bewerbung bei einer der fünf Partnerhochschulen ist nicht vorgesehen.
FH Oberösterreich füe „Führung interkultureller Teams“ verantwortlich
Für die FH Oberösterreich, die im Jänner 2027 zur UAP University of Applied Sciences Upper Austria wird, ist die Beteiligung an CLIDE ein bedeutender Schritt in ihrer internationalen Ausrichtung. Als Teil eines fünfköpfigen europäisch-außereuropäischen Hochschulkonsortiums bringt der Campus Steyr seine Expertise in den Bereichen interkulturelles Management und digitale Transformation in den Lehrplan des Studiums ein. Konkret verantwortet die FH Oberösterreich das zweite Semester im Track „Leading Intercultural Teams“. Die Lehrveranstaltungen umfassen u.a. interkulturelles Management, angewandte Psychologie der Führung, internationales Personalmanagement, Kommunikation in verteilten interkulturellen Teams, inklusive Führung sowie österreichische Kultur und deutsche Sprache im Wirtschaftskontext.
Ziel ist Studierende darauf vorzubereiten, Menschen und Teams über kulturelle, geografische und organisationale Grenzen hinweg zu führen. Der anwendungsorientierte Charakter des Semesters – mit Fallstudien, Teamprojekten, problembasiertem Lernen und Simulationen internationaler Teams – spiegelt dabei den Charakter einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften wider: Studierende sollen Führung nicht nur verstehen, sondern sie aktiv erleben können. „Mit Blick auf die digitale Transformation bin ich überzeugt, dass sich Technologien, KI-Tools und Organisationen zwar stetig weiterentwickeln, die Fähigkeit, Menschen zu verstehen, über Unterschiede hinweg zu kommunizieren, Vertrauen aufzubauen und Verantwortung für andere zu übernehmen“, fasst Andreas Auinger seinen Blick auf das interkulturelle Management zusammen.
FH Oberösterreich wird zur UAP
Die FH Oberösterreich ist mit vier Standorten in Hagenberg, Linz, Steyr und Wels die forschungsstärkste Fachhochschule Österreichs. Mit mehr als 70 Bachelor- und Masterstudiengängen, davon über 30 berufsbegleitend organisiert, bietet sie ein breites Spektrum an praxisorientierten und innovativen Studienangeboten. Ab Mitte Jänner 2027 tritt die FH Oberösterreich unter der neuen Marke „UAP University of Applied Sciences Upper Austria“ auf. Die vier Standorte erhalten neue Bezeichnungen: UAP Digital Campus Hagenberg, UAP Social Campus Linz, UAP Management Campus Steyr und UAP Technology Campus Wels.


