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Diversity Management

Depressionen verursachen Kosten von 12 Billionen USD

Depression zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit. Für Österreich errechnete eine internationale Studie den volkswirtschaftlichen Schaden (zwischen 2025 und 2050 ) von rund 45 Milliarden US-Dollar.
Text: Michael Strausz
© AdobeStock_520055400
Depressionen richten einen hohen volkswirtschaftlichen Schaden an

Die in „Nature Medicine“ publizierte Studie analysierte die wirtschaftlichen Folgen von Depressionen in 154 Ländern zwischen 2025 und 2050. Demnach verursacht die Erkrankung kumulierte globale Kosten von rund 12 Billionen US-Dollar. Das entspricht etwa 0,46 Prozent der jährlichen weltweiten Wirtschaftsleistung. Werden suizidbedingte Todesfälle, die auf Depressionen zurückzuführen sind, miteinbezogen, steigt der wirtschaftliche Schaden auf bis zu 14 Billionen US-Dollar.

„Depression verursacht großes Leid für die Betroffenen und ihr Umfeld. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Erkrankung darüber hinaus auch erhebliche Folgen für Produktivität, Beschäftigung und langfristiges Wirtschaftswachstum hat“, erklärt Mitautor WU-Professor Klaus Prettner. Für Österreich berechnet die Studie einen volkswirtschaftlichen Schaden von rund 45 Milliarden US-Dollar zwischen 2025 und 2050.Die ökonomischen Auswirkungen entstehen dabei weniger durch Behandlungskosten als vielmehr durch geringere Erwerbsbeteiligung und sinkende Produktivität von Betroffenen.

Höchste Kosten in reichen Volkswirtschaften

Auffällig ist die ungleiche Verteilung der Belastung: Besonders stark von den gesundheitlichen Folgen der Erkrankung betroffen sind Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen. „Die größten wirtschaftlichen Schäden entstehen jedoch in wohlhabenden Volkswirtschaften, wo Produktivitätsausfälle stärker ins Gewicht fallen,“ erklärt Prettner. Die höchsten absoluten Kosten verzeichnen die USA, gefolgt von China und dem Vereinigten Königreich.

Investitionen in psychische Gesundheit rechnen sich

Um die volkswirtschaftlichen Kosten von Depressionen zu reduzieren, sehen die Studienautor:innen mehrere Ansatzpunkte: Eine bessere Versorgung psychischer Erkrankungen, die stärkere Integration psychischer Gesundheit in die Primärversorgung sowie den Ausbau von Therapieangeboten. Wichtig sei es aber vor allem auch, Depressionen frühzeitig zu behandeln. Auch Investitionen in die Prävention würden sich nicht nur gesundheitlich, sondern auch wirtschaftlich auszahlen.

 

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