Wahl des Unternehmens bei der Generation Z lohnunabhängig

Die auf die Generationen Z spezialisierte Unternehmensberatung „Kitoko People“ stützt ihre internationale Studie auf eine Stichprobe von 2.000 leistungsstarken Kandidaten aus den Talentwettbewerben von WorldSkills Germany, SkillsAustria und SwissSkills und zeigt markante Unterschiede zwischen Ländern und Berufsgruppen auf. Beim Gehalt zeigt sich der größte Länderunterschied: Die Bezahlung in Deutschland wird von 64 Prozent der Befragten als wichtig oder sehr wichtig erachtet, in Österreich sind es 57 und in der Schweiz nur 29 Prozent.
Daher entscheiden nicht primär Lohn oder einzelne Benefits sondern Arbeitsklima (90%), Wertschätzung (71%), Entwicklungsmöglichkeiten und die Qualität von Führung und Zusammenarbeit. Entgegen bisherigen Annahmen belegt die DACH-Studie, dass die Hälfte der Top-Talente sich eine Verweildauer im Unternehmen von vier Jahren oder mehr vorstellen kann. Das verbreitete Bild der wechselwilligen Generation Z muss daher revidiert werden.
Führung als zentraler Hebel
Ein signifikant hoher Anteil nennt die „Unzufriedenheit mit Führungsperson oder Ausbildnern“ als wichtigsten Grund das derzeitige Unternehmen zu verlassen. Somit erhalten die Aspekte „Ausbildung und Integration“ sowie der „innerbetriebliche Dialog“ eine entscheidende Bedeutung. Mit dem notwendigen Ausbau der Kompetenzen innerhalb des Unternehmens wird eine mittelfristige Bindung der jungen Generation wahrscheinlicher.
Wichtigste Informationsquellen für Bewerbung
Im DACH-Vergleich zeigt sich ein weitgehend einheitliches Muster: Stellenanzeigen, persönliche Kontakte und die Unternehmenswebsite zählen in allen drei Ländern zu den wichtigsten Informationskanälen bei der Stellensuche. Die deutlichsten Unterschiede zeigen sich bei LinkedIn sowie Job- und Karrieremessen. LinkedIn hat in der Schweiz mit 12 Prozent eine höhere Bedeutung als in Österreich (9 %) und Deutschland (7 %). Job- und Karrieremessen werden dagegen in Deutschland (13 %) und Österreich (11 %) deutlich häufiger genannt als in der Schweiz (6 %). Iminternationalen Vergleich bleibt das Grundmuster bestehen. Auffällig ist insbesondere die höhere Bedeutung von Job- und Karrieremessen mit 16 Prozent. Soziale Medien wie Instagram und TikTok spielen sowohl im DACH-Raum als auch international nur eine untergeordnete Rolle.
Über die Studie
Die international abgestützte Studie untersucht die Erwartungen leistungsorientierter junger Berufstalente an Arbeitgeber sowie zentrale Faktoren für ihre Gewinnung, Entwicklung und langfristige Bindung. Die Stichprobe umfasst rund 2.000 leistungsstarke Berufstalente aus dem Umfeld von WorldSkills Germany, SkillsAustria und SwissSkills sowie eine internationale Vergleichsgruppe, bestehend aus Top-Talenten aus den USA und Mitgliedern der Global Shapers Community. Dadurch ermöglicht die Studie differenzierte Einblicke in Länder- und Berufsgruppenunterschiede sowie den Abgleich mit führenden Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.


