Jeder vierte Österreicher im Ausland geboren

Im Zehn-Jahres-Vergleich zu 2016 bedeutet dies eine Steigerung um 4,6 Prozentpunkte. Zu Jahresbeginn 2026 lebten rund 841.900 im Ausland geborene Personen in der Bundeshauptstadt. Das entspricht 41,3 Prozent der Wiener Bevölkerung und einem Anstieg um 6,8 Prozentpunkte seit 2016. Danach folgen Vorarlberg (23,7 %) und Salzburg (22,2 %), den niedrigsten Anteil hat das Burgenland (13,9 %). Das zeigt die neue Statistikbroschüre „Bundesländer 2026“ des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF). Die jährlich erscheinende Publikation bietet einen Überblick über aktuelle Zahlen und Entwicklungen zu Migration und Integration in allen neun Bundesländern.
75 Prozent Beschäftigte
Die Erwerbsquote lag in Österreich im Jahr 2025 bei 74,3 Prozent. Während 76,2 Prozent der Österreicher:innen erwerbstätig waren, betrug der Anteil bei ausländischen Staatsangehörigen 68,3 Prozent. Dabei zeigen sich erhebliche regionale Unterschiede: Die höchsten Erwerbstätigenquoten ausländischer Staatsangehöriger verzeichneten Tirol (76,5 %) und Salzburg (75,1 %), die niedrigste Wien mit 63 Prozent.
Auch bei der Arbeitslosigkeit bestehen deutliche Unterschiede: Österreichweit lag die Arbeitslosenquote ausländischer Staatsangehöriger 2025 bei elf Prozent, jene österreichischer Staatsangehöriger bei 6,1 Prozent. Die höchsten Arbeitslosenquoten unter ausländischen Staatsangehörigen verzeichneten Wien (17,1 %), die Steiermark (10,3 %) und Kärnten (9,4 %). Am niedrigsten waren sie im Burgenland (5,4 %) und in Tirol (6,1 %).
Wien bei außerordentlichen Schüler:innen an der Spitze
Im Schuljahr 2024/25 gab es österreichweit rund 50.800 außerordentliche Schüler:innen, das entsprach 4,4 Prozent aller Schüler:innen. Die höchsten Anteile verzeichneten Wien mit 7,8 und Oberösterreich mit 4,5 Prozent, die niedrigsten das Burgenland mit 2,1 und Kärnten mit 2,5 Prozent. Insgesamt hatten 26 Prozent der österreichischen Schüler:innen eine andere Erstsprache als Deutsch. Die Verteilung variierte stark zwischen den Schultypen: An Sonderschulen und Polytechnischen Schulen lag der Anteil der Schüler:innen mit nichtdeutscher Erstsprache mit 44,6 bzw. 41,5 Prozent besonders hoch. Auch an Mittelschulen war der Anteil mit 34,9 Prozent überdurchschnittlich. Im Gegensatz dazu hatten 18,9 Prozent der Schüler:innen einer BMS und 15,4 Prozent einer BHS eine andere Erstsprache als Deutsch. Der geringste Anteil wurde an Berufsschulen mit 9,4 Prozent verzeichnet. Im Bundesländervergleich war der Anteil der Schüler:innen mit nichtdeutscher Erstsprache in Wien mit 48,9 Prozent am höchsten und in Kärnten mit 16,7 Prozent am niedrigsten.
Über die ÖIF-Broschüre
Die neue Statistikbroschüre „Bundesländer 2026“ des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) bietet aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zu Herkunft, Zu- und Abwanderung, Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt, Einkommen, Bildung und Geburtenentwicklung in allen neun Bundesländern Österreichs. Die Publikation zeigt regionale Unterschiede und zentrale Entwicklungen im Zehnjahresvergleich auf. Grundlage sind unter anderem Daten der Statistik Austria und des Arbeitsmarktservice (AMS). Die Broschüre steht auf der ÖIF-Website kostenlos zum Download zur Verfügung. Weitere aktuelle Zahlen sowie interaktive Grafiken und Datenvisualisierungen zu Asyl, Migration und Integration bietet der ÖIF unter https://www.integrationsdaten.at.


