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Diversity Management
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Resilienz in Krisenzeiten durch Geschlechterdiversität

Resilienz in Krisenzeiten durch Geschlechterdiversität: Der Gender Diversity Index Austria 2024 von BCG zeigt klar die wirtschaftlichen Vorteile, die Diversity für Unternehmen bringt.
Text: Marion Breiter O’Donovan
© Shutterstock

Resilienz ist Krisenzeiten – ein wesentliches Argument dafür, in Unternehmen auf Frauen zu setzen. So der neueste Gender Diversity Index Austria 2024 (GDI Austria) der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG). Die Studienergebnisse sind nicht von der Hand zu weisen: Organisationen mit einem hohen Diversitätsgrad waren im Untersuchungs-Zeitraum 2018 bis 2023 wirtschaftlich stabiler als ihre Mitbewerber, die in geringerem Maße auf weibliche Mitarbeiterinnen setzten. Das zeigt ganz klar der Resilienz-Score, der Profitabilität, finanzielle Stabilität und Solvenz auf einer Skala von 1 bis 50 Punkten misst. Dieser liegt bei den Top-10-GDI-Unternehmen signifikant höher als bei den Bottom-10-Unternehmen – Unternehmen mit hoher Diversität erreichten durchwegs bessere Werte als weniger vielfältige Unternehmen.

Der größte Unterschied ist im Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA, bei dem die Top-10-Unternehmen mit 28 Punkten signifikant besser abschneiden als die Bottom-10 mit nur 13 Punkten, festzustellen. „Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA ist ein entscheidender Indikator für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Eine niedrigere Verschuldung bedeutet mehr Flexibilität bei Investitionen und eine geringere Krisenanfälligkeit – ein klarer Wettbewerbsvorteil auf Seiten der Diversitätsvorreiter“, erklärt Dr. Lukas Haider, BCG Managing Director & Partner und Studienautor.

Geschlechterdiversität macht sich bezahlt

„Unsere Analyse zeigt deutlich: Geschlechterdiversität ist weit mehr als eine gesellschaftspolitische Agenda – sie zahlt sich wirtschaftlich aus. Unternehmen mit diversen Führungsteams sind finanziell stabiler und reagieren agiler auf Heraus-forderungen“, betont Dr. Heike Dorninger, Managing Director & Partner, Leiterin des Wiener BCG-Büros und Studienautorin. „Die besten Unternehmen setzen nicht auf starre Quoten, sondern auf eine inklusive Unternehmenskultur, die Leistung fördert und Vielfalt als Wettbewerbsvorteil nutzt.“

Über die Studie

Für den Gender Diversity Index hat die Boston Consulting Group (BCG) die nach Marktkapitalisierung 50 größten börsennotierten Unternehmen Österreichs untersucht, welche die benötigten Daten zur Berechnung des Index veröffentlichen. Untersuchungs-grundlage ist der Anteil an Männern und Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat des jeweiligen Unternehmens zum Stichtag 31. Jänner 2024 sowie die Verteilung der Vergütung in den beiden Gremien nach Ausweis des letzten vollständigen Jahresberichts. Diese vier Faktoren gehen jeweils zu einem Viertel in die Gesamtwertung ein.
Der von BCG entwickelte Resilienz-Score misst die finanzielle Widerstandsfähigkeit von Unternehmen anhand drei zentraler Faktoren: Profitabilität, finanzielle Stabilität und Solvenz. Die Profitabilität ergibt sich aus dem EBITDA-Wachstum über fünf Jahre (2018–2023), die finanzielle Stabilität aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA sowie der Eigenkapitalquote. Die Solvenz wird durch die Liquiditätsquote und den Verschuldungsgrad bestimmt. Jeder dieser Faktoren wird auf einer Skala von 1 bis 50 Punkten bewertet – höhere Werte stehen für eine stärkere Resilienz. Die Ergebnisse aus allen fünf Kennzahlen fließen gleichgewichtet in den Gesamtscore ein, wobei Unternehmen mit den höchsten Werten die stabilste wirtschaftliche Performance aufweisen.

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