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Diversity Management

Teilzeit-Modell nach Krankheit unterstützt berufliche Rückkehr

Mit der Wiedereingliederungsteilzeit wird nach einer krankheitsbedingten Job-Pause die Rückkehr ins Arbeitsleben unterstützt. Dass dieses Modell erfolgreich ist, belegt eine jüngste Untersuchung.
Text: Helene Fiegl
Wiedereingliederungsteilzeit - Frau im Büro
© pexels/Andrea Piacquadio
Die meisten Menschen kehren nach der Stundenreduktion während Wiedereingliederungsteilzeit in ihre ursprüngliche Voll- oder Teilzeitbeschäftigung zurück.

Nach einer längeren Krankheit, etwa nach einer Krebserkrankung oder einem Burnout, wieder voll in den Beruf einzusteigen, ist oft überfordernd. Eine schrittweise Rückkehr in den Job ist für alle Beteiligten weitaus sinnvoller, weil damit Rückfälle oder eine erneute Erkrankung vermieden werden können. Durch die sogenannte Wiedereingliederungsteilzeit (WIETZ) kann der Umstieg in den Arbeitsalltag enorm erleichtert werden. Die Wirksamkeit dieses Modells wird nun in einer Untersuchung bestätigt.

Untersuchungs-Ergebnisse

Die Ergebnisse einer Evaluierung der Wirksamkeit sprechen für sich:

  • Rund 87 % der Personen sind im 1. Jahr nach der WIETZ weiter erwerbstätig, rund 75 % sind auch nach fünf Jahren noch im Arbeitsmarkt.
  • Die Arbeitslosenquote ist relativ gering: 3,3 % im 1. Jahr nach der WIETZ, 3,6 % im 5. Jahr.
  • Nach der Stundenreduktion während WIETZ kehren die meisten in ihre ursprüngliche Voll- oder Teilzeitbeschäftigung zurück.
  • Es zeigen sich nur geringe Unterschiede im Erwerbsverlauf nach ICD-10-Diagnosekapitel. z. B. Erwerbsbeteiligung ein Jahr nach WIETZ: rund 90 % bei Verletzungen/Vergiftungen, rund 85 % bei psychischen Erkrankungen.

Die Statistik Austria hat im Auftrag des BMASGPK (Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz) eine Evaluierung der Wirksamkeit der Wiedereingliederungsteilzeit durchgeführt. Von rund 24.000 Personen, deren Erwerbskarriere nach Ende der Wiedereingliederungsteilzeit für zumindest ein Jahr verfolgt werden konnte, waren ein Jahr nach der Wiedereingliederungsteilzeit rund 21.000 weiterhin beschäftigt.

WIETZ und fit2work

Zusätzlich zur Wiedereingliederungsteilzeit bietet das Programm fit2work gezielte Unterstützung für Menschen mit gesundheitlichen Problemen, um ihre Arbeitsfähigkeit frühzeitig zu erhalten oder wiederherzustellen. Gleichzeitig begleitet fit2work Unternehmen, die die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter:innen stärken möchten – insbesondere bei der Rückkehr erkrankter Beschäftigter in den Arbeitsalltag.

„Die Wiedereingliederungsteilzeit und fit2work zeigen beispielhaft, wie gezielte Prävention und individuelle Unterstützung Hand in Hand gehen können. Beide Maßnahmen tragen dazu bei, Menschen in belastenden Lebenssituationen nicht allein zu lassen, sondern ihnen tragfähige Perspektiven zu eröffnen“, heißt es aus dem Sozialministerium.

 

Hintergrund

Die WIETZ wurde im Jahr 2017 aus der Taufe gehoben, als arbeitsmarkt- und gesundheitspolitisches Instrument. Arbeitnehmer:innen soll damit nach längeren Krankenständen eine stufenweise Rückkehr ins Berufsleben ermöglicht werden. Damit die WIETZ in Anspruch genommen werden kann, braucht es eine Vereinbarung zwischen Arbeitnehmer:in und Arbeitgeber:in sowie einen Wiedereingliederungsplan. Seitens der ÖGK ist eine Bestätigung notwendig. Für Betroffene gibt es neben Lohn bzw. Gehalt aus der Teilzeitarbeit ein Wiedereingliederungsgeld, abhängig von der Höhe des Krankengeldes. Für mehr Infos: bitte hier klicken!

 

 

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