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Diversity Management

Diversitec-Netzwerktreffen: Keine Innovation ohne Diversität

In der Libelle im Wiener Museumsquartier versammelten sich am 10. September 120 Führungspersönlichkeiten aus dem FTI-Sektor zum Diversitec-Dialog im Rahmen des FFG-Forums. Die Botschaft: Vielfalt ist ein zentraler Faktor für zukunftsfähige Innovationen.
Text: Michael Strausz
© Philipp Lipiarski
120 Personen beim Diversitec-Netzwerktreffen

Diversität als Schlüsselfaktor für Innovationen

Beate El-Chichakli, Abteilungsleiterin in der Sektion Innovation & Technologie des BMIMI (Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur), eröffnete das Diversitec-Event mit einer klaren Einordnung: „Die geopolitischen und gesellschaftlichen Umbrüche der letzten Jahre zeigen, wie wichtig Diversität als Gelingensbedingung für Innovation geworden ist.“

Danach rückte das Thema “ Innovationskraft und Standortentwicklung“ in den Fokus.  In einer offenen Fishbowl-Diskussion (ein innerer Teilnehmerkreis nimmt aktiv an der Diskussion teil, während der äußere Kreis zuhört und beobachtet)  diskutierten Gerlinde Macho (MP2 ITSolutions), Hannah Wundsam (Austrian Startups) und Alexander Hochmeier (FACC), wie Innovation in Österreich entstehen kann – und was es dafür braucht. Michaela Ernst, CoFounderin von sheconomy, führte als Moderatorin pointiert und mit viel Branchen-Expertise durch den Abend. Thematisiert wurden unter anderem psychologische Sicherheit, Kapitalzugang, Gender Bias im Investmentbereich, Fehlerkultur und Chancen durch Künstliche Intelligenz. Besonders eindrücklich: die persönliche Wortmeldung einer Gründerin mit Migrationsgeschichte, die die Herausforderungen von Sichtbarkeit und Zugang greifbar machte.

KI & Zukunftsstrategien: Chancen erkennen, realistisch handeln

Künstliche Intelligenz wurde als Schlüsseltechnologie identifiziert – aber auch kritisch diskutiert. Während Hochmeier vor dem übertriebenen Hype warnte, betonten andere die Chancen, Nischen zu besetzen und digitale Souveränität zu stärken. Mit Blick auf das kommende Jahr wurden im Rahmen des Netzwerktreffens zentrale strategische Maßnahmen vorgestellt. Im Zentrum steht der weitere Ausbau der Plattform Diversitec.at als Hub für Best Practices, interessante Studien, Tools und Veranstaltungen. Die Ergänzung um einen Eventkalender, der Aktivitäten von Netzwerken und Initiativen bündelt, ist eine Option, die im Nachgang noch in der Diversitec-Community auf Resonanz geprüft wird. Zudem wurden die vielfältigen Fördermöglichkeiten des Bundes für Projekte im Bereich Qualifizierung, Nachwuchsförderung, Female Entrepreneurship sowie innovationsbezogene Auszeichnungen vorgestellt. Der Ausblick ist klar: Diversitec wird daran arbeiten, die FTI-Landschaft durch Wissenstransfer, Service und Community-Aufbau zu unterstützen – mit dem Ziel, Innovationspotenziale besser zu nutzen und Österreich als Wirtschaftsstandort zu stärken.

Fazit & Ausblick: Gemeinsam Innovation gestalten

In der Abschlussrunde wurde deutlich: Österreich hat das Potenzial – es muss nur besser genutzt werden. Die Impulse reichten von mehr Bildungsarbeit über stärkere Förderung von Female Entrepreneurship bis hin zu interdisziplinären Innovationsräumen. Während Hochmeier vor dem übertriebenen Hype warnte, betonten andere die Chancen, Nischen zu besetzen und digitale Souveränität zu stärken. Oder wie es Alexander Hochmeier formulierte: „Diversität ist kein Wohlfühlthema – sie ist ein strategischer Hebel für Zukunftsfähigkeit. Und wir brauchen sie – jetzt mehr denn je.“

Diversitec ist eine Plattform für alle, die den Wandel hin zu einer diversen, chancengerechten und inklusiven Tech-Branche in Österreich aktiv mitgestalten wollen.

 

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