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Diversity Management
BildungKinder

Bildung: Kinder aus ärmeren Haushalten im Rückstand

Der Lernerfolg von Kindern hängt immer noch stark vom Elternhaus ab. Das zeigt ein aktuelle Bericht zur individuellen Kompetenzmessung in Volksschulen. Erfreulich hingegen ist, dass die Schüler:innen in Mathematik besser geworden sind.
Text: Helene Fiegl
Bundesergebnisbericht der iKMPLUS - Testung Viertklässler
© Pexels / Tima Miroshnichenko
Der erste Bundesergebnisbericht fasst die Ergebnisse des 1. Erhebungszyklus (2023-2025) der individuellen Kompetenzmessung PLUS für die 4. Schulstufe auf Österreich- und Bundeslandebene zusammen.

Wie sind unsere Kinder im Erreichen der Grundkompetenzen in Deutsch und Mathematik aufgestellt? Antworten liefern neue Bildungsdaten der Primarstufe. Die „Ergebnisse sind in Mathematik sehr erfreulich, in Lesen und Schreiben sehen wir vor allem an sozioökonomisch benachteiligten Schulen noch Aufholbedarf“, fasst Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) zusammen.

4. Klassen im Visier

Mit dem ersten Bundesergebnisbericht der iKMPLUS werden die Ergebnisse der 4. Schulstufe aus drei aufeinanderfolgenden Schuljahren (2022/23 bis 2024/25) abgebildet. Dies zeigt, wie gut Österreichs Schülerinnen und Schüler am Ende der Volksschule die Bildungsstandards im Dreijahresschnitt tatsächlich erreichen.

Daten aus den Jahren 2023-2025
• In Mathematik erreichen/übertreffen 84 % der Schülerinnen und Schüler die Bildungsstandards. (vgl. 2010: 66 %, 2013: 77 %, 2018: 82 %).
• In Deutsch (Lesen) erreichen/übertreffen 59 % der Schülerinnen und Schüler die Bildungsstandards (vgl. 2010: 54 %, 2015: 62 %).
• In Deutsch (Zuhören) erreichen/übertreffen 65 % der Schülerinnen und Schüler die Bildungsstandards (vgl. 2015: 63 %).
• In Deutsch (Verfassen von Texten, Textproduktion) erreichen/übertreffen 43 % der Schülerinnen und Schüler die Bildungsstandards (vgl. 2015: 40 %).

 

Lese-Niveau unterschiedlich

Doch der Lernerfolg wird immer noch vom Elternhaus gesteuert. Am größten sind die Unterschiede beim Lesen. Der Rückstand von Kindern mit schlechter sozialer und sprachlicher Ausgangslage wird von Fachleuten mit einem Lernrückstand von fast 2 Jahren (22 Monate) – im Vergleich zu Schüler:innen mit einem besseren Hintergrund – beziffert. In Mathematik beträgt der Unterschied 15 Lernmonate.

Grundkompetenzen für alle

„Entscheidend ist nun, dass wir diese Daten auf allen Ebenen verantwortungsvoll nutzen, gemeinsam reflektieren und konsequent für eine kontinuierliche Verbesserung von Unterricht und Schule einsetzen“, so Wiederkehr. „Mit Maßnahmen wie gezielter Deutschförderung und der Einführung des Chancenbonus werden wir gezielt gegensteuern. Unser Ziel muss es sein, dass alle Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der Pflichtschulzeit definierte Grundkompetenzen erfolgreich erwerben, bekräftigt der Bildungsminister“

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