Lithium-Akkus: versteckte Brandgefahr

Rund drei Millionen Lithium-Akkus landen jährlich im Restmühl, anstatt in den rund 2.000 Altstoffsammelstellen in ganz Österreich. Aber auch der (Elektro)-Handel nimmt Akkus und Batterien zurück. Aber auch in Supermärkten oder Drogeriemärkten können sie in den „Her mit Leer“-Boxen fachgerecht entsorgt werden. „Lithium-Akkus haben in den letzten Jahren einen technologischen Wandel ermöglicht. Doch diese Fortschrittstechnologie birgt bei unsachgemäßer Entsorgung enorme Gefahren“, so BMLUK-Minister Norbert Totschnig.
EU-Vorgaben erfordern Umdenken
Während Österreich mit 53 Prozent Sammelquote die geforderte EU-Marke von 45 Prozent deutlich übertreffen, wird diese ab 2028 auf 63 Prozent und bis 2031 auf 73 Prozent angehoben. Diese Vorgaben sind rechtlich wegweisend. Daher möchte Österreich nicht nur die Sammelquote schrittweise erhöhen, sondern eine Vorreiterrolle in der sicheren Kreislaufwirtschaft übernehmen.
Um ein Umdenken in der Bevölkerung zu erzielen und das Bewusstsein für richtige Entscheidungen zu schärfen, luden die Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK), das Bundesministerium für Land-und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK), der Österreichische Gemeindebund und die Wirtschaftskammer Österreich WKO)zur Präsentation der Informationskampagne „Her mit Leer II“ ein.
Sei kein Zündler
Das Kampagnen-Ziel ist die flächendeckende Sensibilisierung der österreichischen Bevölkerung über alle Alters- und Sozialschichten hinweg. Daher wird die 2021 gestartete erste Kampagne mit der bekanntesten Batterie Österreichs „Hermit“ ab sofort drei Jahre lang fortgesetzt, um damit eine inhaltliche Wiedererkennung zum Thema zu erzeugen. Hermit bekommt nun ein zweites Gesicht: sein Alter-Ego „Li-Zifer“. Wenn man ihn falsch entsorgt, dann geht es mit ihm durch und Li-Zifer erscheint. Der begleitendes Slogan: „Sei kein Zündler“ vermittelt die klare Botschaft: „Von Konsumenten falsch entsorgte Batterien verursachen Brände und schaden Umwelt und Abfallwirtschaft. Flankierend zum Slogan dient die Lendingpage hermitleer.at als zentrale Informarionsplattform. Hier finden Konsument:innen in sieben Sprachen Tipps zur richtigen Handhabung, Entsorgungshinweise sowie den praktischen Sammelstellenfinder. Um die notwendige Verhaltensänderung zu verankern, wird die Kampagne durch eine breit angelegte Social-Media- und Online-Kampagne ergänzt.
Die neue Kampagne kostet über die gesamte Laufzeit von drei Jahren 2,4 Millionen Euro, davon werden vom Umweltministerium 300.000 Euro übernommen.



