https://www.diversityguide.at/2847
  • Diversity Management
  • Good Practice
  • People
  • Service
  • Balance
  • Diversity Voices
Themen
  • Alter
  • Awards
  • Barrierefreiheit
  • Behinderung
  • Bildung
  • Diversität
  • Fairness
  • Frauen
  • Gender
  • Gesundheit
  • Gleichstellung
  • Inklusion
  • Job
  • Kinder
  • Kultur
  • Politik
  • Reise
  • Schule
Diversity Management
Gesundheit

Sozialer Status beeinflusst unsere Gesundheit

Die Bevölkerung wird nicht nur älter, sondern auch diverser. Faktoren wie Bildung, Einkommen, Geschlecht oder Gesundheitskompetenz beeinflussen maßgeblich, wie Menschen altern und welche gesundheitlichen Herausforderungen sie im höheren Alter bewältigen müssen.
Text: Michael Strausz
© jhenning | pixabay
Umgestaltung des Gesundheitssystem verlängert gesundes Leben

Im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojekte an der Med Uni Graz stehen Frailty (Gebrechlichkeit im Alter), Multimorbidität, Prävention sowie die personenzentrierte Versorgung älterer Menschen. Aktuell beschäftigen sich Regina Roller-Wirnsberger, Professorin für Geriatrie und Kompetenzbasierte Curriculumsentwicklung von der Universitätsklinik für Innere Medizin der Medizinischen Universität Graz und ihr Team in COST Action Programming und anderen EU-geförderten Projekten mit Fragen der Implementierung integrierter Versorgungsmodelle für ältere Menschen in Österreich.

Alterssensible Umgestaltung des Gesundheitssystems

Erste Ergebnisse verdeutlichen, dass eine alterssensible Umgestaltung unseres Gesundheitssystems und die Fokussierung auf eine multiprofessionelle und personenzentrierte Versorgung der älteren Bevölkerung eine nachhaltige Optimierung für Patient:innen und deren Angehörige sowie das System selbst bringen können. „Die Umsetzung von Projekten in Kooperation mit der Österreichischen Pensionsversicherungsanstalt (PVA) wird weitere Impulse für die Stärkung von Prävention und Rehabilitation in diesem Kontext bringen“, blickt die Medizinerin in die Zukunft.

Internationale Studien zeigen, dass soziale Benachteiligung mit einem erhöhten Risiko für chronische Erkrankungen, Gebrechlichkeit im Alter, funktionelle Einschränkungen und Pflegebedürftigkeit verbunden ist. Gleichzeitig erreichen Frauen zwar häufiger ein höheres Lebensalter, verbringen jedoch oft mehr Jahre mit gesundheitlichen Einschränkungen. Gesundheit im Alter wird somit wesentlich durch die Lebensbedingungen über den gesamten Lebensverlauf geprägt.

Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede

Auch kulturelle und sprachliche Unterschiede spielen in der medizinischen Versorgung eine wichtige Rolle. Sie beeinflussen, wie Symptome wahrgenommen und kommuniziert werden, wie gut Therapiepläne verstanden werden und in welchem Ausmaß ältere Menschen in Behandlungsentscheidungen eingebunden sind. Sprachbarrieren können die Diagnosestellung erschweren und das Risiko von Fehl- oder Unterversorgung erhöhen.

Aus geriatrischer Sicht gewinnt daher eine personenzentrierte Versorgung zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, medizinische Entscheidungen an den individuellen Bedürfnissen, Lebenszielen und Ressourcen älterer Menschen auszurichten. Neben einer kultursensiblen Kommunikation sind dafür geriatrische Expertise, interprofessionelle Zusammenarbeit und ein stärkerer Fokus auf Gesundheitsvorsorge erforderlich.

Prävention als Schlüssel für gesundes Altern

„Gesundes Altern ist nicht ausschließlich eine Frage des biologischen Alters. Entscheidend sind die sozialen, gesundheitlichen und individuellen Voraussetzungen, die Menschen im Laufe ihres Lebens mitbringen“, betont Regina Roller-Wirnsberger.

Präventionsmaßnahmen gewinnen angesichts einer zunehmend vielfältigen älteren Bevölkerung weiter an Bedeutung. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität, ausgewogene Ernährung, soziale Teilhabe sowie die frühzeitige Erkennung von Gebrechlichkeit im Alter wesentlich dazu beitragen können, Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität zu erhalten. Entscheidend ist dabei, dass Präventionsangebote an die individuellen Lebensbedingungen der Menschen angepasst werden. „Prävention ist besonders wirksam, wenn sie personenzentriert, leicht zugänglich und kultursensibel gestaltet wird“, erklärt die Professorin für Geriatrie. Ziel müsse es sein, gesundheitliche Ungleichheiten zu reduzieren und allen Menschen die Chance auf gesundes Altern zu ermöglichen.

 

Mehr zu Diversity Management
© Lush

Lush startet Anti-Social-Media-Kampagne

Kosmetikproduktehersteller Lush startetete im September in allen Shops der EU, in Großbritannien, den USA und Kanada eine Kampagne, um auf Gefahren und Schäden aufmerksam zu machen, die von Facebook, Instagram & Co verursacht werden.
© ÖBVP

Psychische Gesundheit in Chancenbonusschulen verbessern

Mit Schulbeginn startet ein zukunftsweisendes Angebot für Kinder und Jugendliche: Erstmals werden österreichweit 71 Psychotherapeut:innen direkt an Chancenbonusschulen tätig sein. Damit soll Chancengerechtigkeit in den Schulen gefördert werden.

Cultural Fit oder Cultural Add?

Gudrun Heidenreich-Pérez, Partnerin im Bereich Leadership Services bei Deloitte Österreich, im Gespräch mit DiversityGuide.at über Bewusstseinsänderung, Vorurteile und traditionelle Rollenbilder.
ältere und junge frau, thema Erwachsenenvertretung
© Andrea Piacquadio_pexels

Bessere Unterstützung für die Erwachsenenvertretung

Mehr Engagement in Sachen Erwachsenenvertretung fordert unter anderem die Volksanwaltschaft. Die Länder sollten demnach die Betroffenen besser unterstützen, damit eine Erwachsenenvertretung nur „das allerletzte Mittel“ sei.
  • Über uns
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Mediadaten
  • Newsletter anmelden
Hier geht es zur aktuellen Ausgabe