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Diversity Management

Empfehlung: Neuer Mindeststandard in Gesundheit, Bildung und Politik

Die heutige Medizin vermag viele Krankheiten rasch erkennen und wirksam therapieren. Doch trotz enormer Fortschritte steigen die Gesundheitsausgaben. Gerade nichtübertragbare Erkrankungen sind für sehr viele Todesfälle verantwortlich. Deshalb soll mit dem Projekt HEAL – Healthy Eating & Active Living die Gesundheitsförderung breiter in der Gesellschaft wirksam werden.
Text: Helene Fiegl
drei läufer:innen
© pexels / gustavo fring
Auf das Konto nichtübertragbarer Erkrankungen gehen allein in Österreich 92 Prozent aller Todesfälle. Deshalb fordern Expert:innen neue Mindeststandards in Gesundheit, Bildung und Politik.

Die Tatsache, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und andere nichtübertragbare Erkrankungen heute rund 75 Prozent aller Todesfälle weltweit verursachen, hat 64 internationale Wissenschftler:innen auf den Plan gerufen. Unter österreichischer Leitung wurden 101 Empfehlungen und ein 10-Punkte-Fahrplan vorgelegt wie gesunde Ernährung und Bewegung stärker in Prävention, Gesundheitsversorgung und Bildung verankert werden können.

HEAL als neuer Mindeststandard

Herzstück ist der wissenschaftlich fundierte Ansatz HEAL – Healthy Eating & Active Living. Dies beinhaltet eine vollwertige, überwiegend pflanzliche Ernährung kombiniert mit einem aktiven Lebensstil und regelmäßiger Bewegung. Die Expert:innen empfehlen, HEAL als Mindeststandard in Prävention, Gesundheitsversorgung und Bildung zu etablieren, damit Gesundheitsförderung in der Gesellschaft breiter wirksam wird. Grundlage ist die überzeugende Evidenz, dass diese Kombination einen besonders wirksamen Hebel darstellt, um chronischen Erkrankungen vorzubeugen, Lebensqualität und gesunde Lebensjahre zu fördern und Gesundheitssysteme langfristig zu entlasten.

„Nachhaltige Gesundheit lässt sich nicht verordnen – sie muss täglich gelebt werden. Deshalb ist die Verankerung von HEAL auf allen Bildungsebenen die gesundheitspolitische Priorität unserer Generation“, sagt Studienkoordinatorin Prof. Dr. Katharina Wirnitzer von der PH Tirol, Universität Innsbruck und Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Fokus auf Prävention gefordert

Die Wissenschaftler:innen fordern rasches Handeln: Prävention soll früher und systematischer ansetzen, um Erkrankungen und damit verbundenem menschlichem Leid entgegenzuwirken. Dafür sind gesundheitsförderliche Lebensräume und Verpflegungsangebote sowie eine verbindliche Verankerung grundlegender Gesundheitskompetenzen im Bildungssystem nötig – von der Schule bis zur Ausbildung in Lehr- und Gesundheitsberufen.

„Gesundheitskompetenz entsteht nicht zufällig. Wenn wir Ernährung und Bewegung im Bildungssystem und Alltag verankern und gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen schaffen, leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung“, betont Co-Autor Dr. Manuel Schätzer von SIPCAN (Special Institute for Preventive Cardiology and Nutrition).

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