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Diversity Management

7 Schritte zum Erfolg

Der Norweger Oyvind Bo - Partner & Senior Vice President bei Ward Howell International, dem global tätigen Leadership Consulting Unternehmen für Führungskräfte - erklärt hier die 7 wichtigsten Schritte zu einem diversitätsbewussten Team.
© feel image - Felicitas Matern
Oyvind Bo ist Partner & Senior Vice President – Executive Search / People, Culture & Organization Advisory bei Ward Howell International in Wien. „Inclusion & Diversity“ ist eine seiner Expertisen.

Gastkommentar von Oyvind Bo, Ward Howell International

Diversity & Inclusion stellen einen zentralen Wettbewerbsvorteil dar, denn sie führen zu einer Verringerung von Krankenständen, der Verbesserung von Performance und insgesamt zu Kostenreduktionen. So baut man ein diversitätsbewusstes Team auf:

 

#StartWhereverYouAre

1. Bestandsaufnahme und Potenzialanalyse

Es spielt keine Rolle, ob das Unternehmen gerade wächst oder schrumpft, ob sich Managementstrukturen verändern oder eine Fusion geplant ist: Wichtig ist es, zu beginnen. Eine umfassende Auseinandersetzung mit aktuellen Zahlen und Fakten sowie die Befragung der Mitarbeiter:innen zum aktuellen „Diversitätsgrad“ des Unternehmens bilden eine solide Ausgangsbasis für die Erfassung des Status-Quo und der Identifikation von Potenzialen zur Verbesserung.

 

#DefineYourCulture

2. Definition der Diversitätsstrategie

Aus Unternehmenssicht geht es darum zu definieren: Was für ein:e Arbeitgeber:in wollen wir sein? Eine konkrete Diversitätsstrategie enthält spezifische Ziele und Vorgaben, wie beispielsweise die Erhöhung des Anteils unterrepräsentierter Gruppen in Führungspositionen oder die Schaffung einer integrativen Arbeitsplatzkultur. Konkret kann das beispielsweise bedeuten, dass Unternehmen den Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte in Führungspositionen innerhalb der nächsten 5 Jahre um 25 % erhöhen möchten.

 

#ImplementChange

3. Management-Commitment und kultureller Wandel

Um Veränderung herbeizuführen, braucht es das klare Commitment des Managements. Damit ist nicht nur die Kommunikation des eigenen Engagements, sondern auch das Handeln entlang von Diversity & Inclusion gemeint. Gerade aus Führungsperspektive braucht es regelmäßige Meetings, Fortschrittsdiskussionen und Unterstützung bei allen Initiativen und Programmen.

4. Schaffung einer integrativen Arbeitsplatzkultur

Weiters ist es wichtig eine Kultur zu schaffen, in der Vielfalt geschätzt und respektiert wird. Beispiele dafür sind regelmäßige Workshops und Reflexionsmeetings mit allen Mitarbeiter:innen, in denen es darum geht, unbewusste Vorurteile, kulturelle Kompetenzen und integrative Kommunikation zu thematisieren und negative Aspekte auszuräumen. Darüber hinaus kann das Unternehmen alle Feiertage feiern oder Communities und Cultural Ambassadors einsetzen, um unterrepräsentierte Gruppen sichtbarer zu machen und bewusst in Entscheidungen miteinzubeziehen.

5. Diversitätsorientiertes Recruiting und Auswahlverfahren

Unternehmen brauchen klare Strategien im Recruiting, um eine diverse Belegschaft anzuwerben und einzustellen. Diese reicht von Zielzahlen in den unterschiedlichen Bewerbungsphasen bis hin zur paritätischen Besetzung von Führungspositionen auch in den Auswahlprozessen (auch die diverse Zusammensetzung des Auswahlteams). Darüber hinaus können Unternehmen die Zusammenarbeit mit Organisationen forcieren, die sich für die Förderung von Diversity & Inclusion am Arbeitsplatz einsetzen.

6. Überprüfung und Anpassung von HR-Prozessen

Echte Diversität entsteht nur in der regelmäßigen Auseinandersetzung mit aktuellen HR-Prozessen. Wie werden Mitarbeiter:innen bezahlt, welche Arbeitszeitmodelle gibt es im Unternehmen und wie unterstützen diese diverse Lebenskonzepte? Wie erfolgen die Beförderung bzw. die Ernennung für Management:positionen? In der konkreten Bearbeitung von Regeln und Prozessen wird sichergestellt, dass die Mitarbeiter:innen unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer Biografie fair bezahlt werden.

 

#KeepOnTrack

7. Monitoring und Fortschrittsmessung

Spezifische Kennzahlen zur Messung der Fortschritte sind am Beginn der Verwirklichung der Diversity & Inclusion-Ziele festzulegen und als Monitoring-System zu etablieren. Diese Daten müssen regelmäßig überprüft und analysiert werden, um jene Bereiche zu ermitteln, in denen es Verbesserungsbedarf gibt. Auf Basis von konkreten Zahlen kann beispielsweise die Verteilung von unterrepräsentierten Gruppen in Führungspositionen evaluiert oder auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen mit dem Status-Quo regelmäßig erhoben werden.

Durch die Implementierung dieser Schritte wird das Unternehmen nicht nur diverser und inklusiver, sondern kann auch seine Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Ein diverses Team kann die Produktivität und Kreativität steigern, innovative Ideen hervorbringen und verschiedene Perspektiven in Entscheidungsprozesse einbringen.

Darüber hinaus kann die Stärkung der Arbeitsplatzkultur dazu beitragen, dass sich Mitarbeiter:innen wohler fühlen und somit langfristig im Unternehmen bleiben. Indem das Unternehmen sich für eine diversitätsbewusste Unternehmenskultur engagiert, kann es nicht nur dazu beitragen, ein inklusiveres Arbeitsumfeld zu schaffen, sondern auch seine Reputation als Arbeitgeber:in verbessern und somit langfristig wettbewerbsfähiger werden.

Lesen Sie weiter:

Chance statt Belastung: Diversity & Inclusion stellen einen zentralen Wettbewerbsvorteil dar. Warum hinkt Österreich in diesem Bereich nach? Dieser Frage geht Oyvind Bo, Partner & Senior Vice President bei Ward Howell International, dem global tätigen Leadership Consulting Unternehmen für Führungskräfte, nach. 

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