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Diversity Management

Chance statt Belastung

Diversity & Inclusion stellen einen zentralen Wettbewerbsvorteil dar. Warum hinkt Österreich in diesem Bereich nach? Dieser Frage geht Oyvind Bo, Partner & Senior Vice President bei Ward Howell International, dem global tätigen Leadership Consulting Unternehmen für Führungskräfte, nach.
Gastkommentar: Oyvind Bo, Ward Howell International
© Shutterstock/izzuanroslan
Der Fokus auf Diversity & Inclusion führt langfristig zur Verringerung von Krankenständen, der Verbesserung von Performance und insgesamt zu Kostenreduktionen.

Vielfältige und integrative Teams sind zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für Unternehmen geworden – Österreich zählt verglichen mit anderen EU-Ländern – aktuell jedoch nicht unbedingt zu den Frontrunner:innen. Laut unseren Studien stagniert sogar der gesetzlich vorgeschriebene Frauenanteil in Aufsichtsräten mit durchschnittlich 29% knapp unter der gesetzlich vorgeschriebenen Quote.

Fehlende Rahmenbedingungen

Einer der Gründe, warum Österreich noch Aufholbedarf in den Bereichen Diversity & Inclusion aufweist, liegt an fehlenden politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die in anderen Ländern bereits deutlichen Einfluss darauf hatte, wie ernst das Thema innerhalb der Unternehmenslandschaft wahrgenommen und verfolgt wird.

Traditionelle Vorstellungen, und die Frage, wer für welche Arbeit geeignet ist bzw. wie sich rollen-stereotype Zuweisungen an Geschlecht, Nationalität, physische und psychische Gesundheit, Behinderung, Alter, Sexualität, Familienherkunft auswirken, werden aktuell noch nicht durch Bildungspolitik durchbrochen. Größtenteils finden sich Diversity & Inclusion noch nicht in Ausbildungswegen und Curricula von Schulen und Universitäten wieder, womit eine laufende Auseinandersetzung mit diesen Themen fehlt.

Das führt nicht nur zu problematischen Wissenslücken, sondern auch dazu, dass Menschen seltener die Initiative ergreifen, selbst aktiv zu werden. Wäre das Thema tiefer im Alltag und im Laufe des Bildungswegs verwurzelt, hätte es vermutlich auch im Erwerbsleben bzw. in der Gestaltung von Organisationen einen anderen Stellenwert.

Diversity als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie

Negative Wirtschaftsprognosen bwz. herausfordernde wirtschaftliche Situationen können darüber hinaus das effektive Diversitätsbestreben bremsen, da Unternehmen bzw. deren Manager:innen dann den Fokus auf unmittelbar dringende Anliegen und Agenden richten. Aufgrund knapper finanzieller und zeitlicher Ressourcen empfinden Teams und Führungskräfte die Auseinandersetzung mit Diversity & Inclusion in solchen Fällen als Belastung anstatt als Chance, nachhaltig gute Personen im Unternehmen zu halten.

Die Auseinandersetzung mit Diversity & Inclusion führt zu einer gerechteren Welt, in der Arbeitnehmer:innen und Kandidat:innen – unabhängig von ihrer Biografie – faire Chancen vorfinden Karriere zu machen, und ihre Kompetenzen in Unternehmen einzubringen. Damit wird ein positives Arbeitsklima geschaffen sowie Innovation und Kreativität gefördert. Als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie führt ein Fokus auf Diversity & Inclusion langfristig zur Verringerung von Krankenständen, der Verbesserung von Performance und insgesamt zu Kostenreduktionen.

Lesen Sie weiter:

7 Schritte zum Erfolg: Der Norweger Oyvind Bo – Partner & Senior Vice President bei Ward Howell International, dem global tätigen Leadership Consulting Unternehmen für Führungskräfte – erklärt hier die 7 wichtigsten Schritte zu einem diversitätsbewussten Team.

 

Zur Person

Oyvind Bo steht seit 2018 als Leadership-Berater und Partner von Ward Howell International in Wien für Transparenz, Diversität und Fortschritt. „Inclusion & Diversity“ ist eines seiner besonderen Themen sowie Expertisen. Der gebürtige Norweger lebt seit über 15 Jahren in Wien und spricht fließend Deutsch, Englisch, Schwedisch, Dänisch und Norwegisch.

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