https://www.diversityguide.at/2293
  • Diversity Management
  • Good Practice
  • People
  • Service
  • Balance
  • Diversity Voices
Themen
  • Alter
  • Awards
  • Barrierefreiheit
  • Behinderung
  • Bildung
  • Diversität
  • Fairness
  • Familie
  • Frauen
  • Gender
  • Gesundheit
  • Gleichstellung
  • Inklusion
  • Job
  • Kinder
  • Kultur
  • LGBTQIA+
  • Migration/Integration
  • Politik
  • Reise/Urlaub
  • Schule
Diversity Management
FrauenGleichstellung

Equal Pay Day: Frauen verdienen 11,5 % weniger

Equal Pay Day: Im Vergleich zu Männern müssen Frauen 42 Tage "gratis" arbeiten. Bei gleichbleibender Entwicklung könnten Frauen bei ganzjährig Vollzeitbeschäftigte erst 2043 gleich viel verdienen, wie das Netzwerk "Business and Professional Women Austria" (BPW) anhand des Medianeinkommens errechnete.
Text: Michael Strausz
© Pexels
Männer und Frauen mit unterschiedlichem Einkommen

Konkret heißt das: Frauen arbeiten im Vergleich zu Männern bis zum 11. Februar 2026 unbezahlt, während Männer bereits ab dem 1. Jänner ein Einkommen  erhalten. Gegenüber 2023 zeichnete sich 2024 nach der Berechnung von BPW immerhin eine leichte Verringerung der Einkommenslücke von 12,2 auf 11,5 Prozent ab. Geht die Lücke künftig jedes Jahr um 0,7 Prozentpunkte zurück, schließt sich die Lohn- und Gehaltsschere zwischen ganzjährig und in Vollzeit beschäftigten Frauen und Männern erst im Jahr 2043. In absoluten Zahlen erhöhte sich das jährliche Medianeinkommen 2024 von Frauen von 47.154 auf 51.261 Euro brutto im Jahr. Jenes ihrer männlichen Kollegen stieg von 53.694 auf 57.955 Euro. Im Bundesländervergleich weist Vorarlberg den größten Einkommensunterschied (20,1 Prozent) auf, am geringsten ist er in Wien mit 4,2 Prozent.

„Vom ersten Lohn bis zur Pension“ 

EinkommensUNgerechtigkeit beginnt nicht erst im Berufsleben – sie startet bereits in der Ausbildung. Weibliche Lehrlinge verdienen im Schnitt um 7,8 % weniger als ihre männlichen Kollegen. Im aktiven Erwerbsleben steigt die Einkommenslücke auf 11,6 % und verschärft sich in der Pension dramatisch: Pensionistinnen erhalten durchschnittlich rund 36 % weniger Alterseinkommen als Männer. Der Gender Pay Gap zieht sich somit durch das gesamte Erwerbsleben – vom ersten Lehrlingslohn bis zur Pension.

Anderes Ergebnis bei AK OÖ

Der Equal Pay Day wird jedes Jahr von verschiedenen Organisationen berechnet. Als Grundlage dienen die aktuellsten verfügbaren Daten der Lohnsteuer- und Sozialversicherungsdaten der Statistik Austria aus dem Jahr 2024. Ausschlaggebend für die Berechnung ist die Differenz zwischen weiblichen und männlichen Bruttojahreseinkommen. Je nach Berechnungsmethode fällt der Equal Pay Day aber auf unterschiedliche Tage.

Die AK Oberösterreich errechnet etwa den Equal Pay Day dieses Jahr für den 5. November. Anders als BPW rechnet die AK vom Jahresende rückwärts, Basis ist hier statt dem Median- das Durchschnittseinkommen. Demnach arbeiteten Frauen 2024 rund 57 Tage „gratis“, was einer Verbesserung um drei Tage gleichkommt. Die AK gibt eine Einkommenslücke von 15,5 Prozent oder 10.542 Euro brutto jährlich an, gegenüber 2023 eine leichte Verbesserung um rund 0,8 Prozentpunkte.

Etwas mehr Frauen in Vollzeit

Den Aufwärtstrend führt die AK auf einen höheren nominellen Anstieg des durchschnittlichen Vollzeiteinkommens von Frauen zurück. Dem Anstieg von 8,1 Prozentpunkten bei den Frauen steht eine Erhöhung um 7,2 Prozentpunkte bei Männern gegenüber. Auch arbeiteten etwas mehr Frauen – um 0,7 Prozentpunkte mehr – in Vollzeit, während die Vollzeitbeschäftigungsquote vor allem aufgrund der Rezession der Industrie bei Männern um 0,5 Prozentpunkte zurückging.
Zu beachten ist allerdings, dass die Werte zum Equal Pay Day nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sind. Ungleiche Bezahlung von Lehrlingen, Saisonkräften und Teilzeitbeschäftigten wird etwa von dieser statistischen Auswertung nicht erfasst. Um die Lücke weiter zu schließen, raten Expert:innen immer wieder dazu, Kinderbetreuungsplätze auszubauen, gerechte Modelle für den Bezug des Kinderbetreuungsgeldes einzuführen und für Transparenz bei Löhnen und Gehältern zu sorgen. Die EULohntransparenzrichtlinie, die Österreich bis Juni in nationales Recht umsetzen muss, könnte sich hier zukünftig positiv auswirken.

Hier geht es zu unserem Bericht über Frauenarbeitslosigkeit.

Mehr zu Diversity Management
© AUDIOVERSUM / Berger

Bildung: Lernerfolg braucht Beziehungen und Vertrauen

„Wie wir lernen“, eine hochkarätige Podiumsdiskussion, die Anfang Oktober im AUDIOVERSUM Science Center in Innsbruck stattfand, beschäftigte sich mit Lernkultur, Inklusion, Leistungsbeurteilung und der Schule der Zukunft.
© Sozialministerium

Neue Kampagne für mehr berufliche Teilhabe von Frauen

Mit der Medienkampagne „Behindert mich nicht!“ macht das Sozialministerium auf Barrieren aufmerksam, mit denen Frauen mit Behinderungen im Arbeitsleben konfrontiert sind. Gleichzeitig rückt die Kampagne ihre berufliche Teilhabe stärker ins öffentliche Bewusstsein.
© Andrzej Romański

Erasmus Mundus Joint Masterstudium an FH OÖ gestartet

Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung an der Nicolaus-Copernicus-Universität (UMK) in Toruń wurde der neue Erasmus-Mundus-Joint-Master-Studiengang "interCultural Leadership in the Digital Era" offiziell aus der Taufe gehoben.
© AdobeStock_520055400

Depressionen verursachen Kosten von 12 Billionen USD

Depression zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit. Für Österreich errechnete eine internationale Studie den volkswirtschaftlichen Schaden (zwischen 2025 und 2050 ) von rund 45 Milliarden US-Dollar.
  • Über uns
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Mediadaten
  • Newsletter anmelden
Hier geht es zur aktuellen Ausgabe