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Diversity Good-Practice

Gesündere Verpflegung für Studierende: erstmals Auszeichnung für Hochschule

Es ist eine Premiere in Österreich: Eine Hochschule wird für ihre gesunde Verpflegung ausgezeichnet. Das Burgenland setzt mit diesem Vorzeigeprojekt neue Maßstäbe. Vom Mittagsgericht bis zum Snack aus dem Automaten ist das Angebot für Studierende nun gesünder.
Text: Helene Fiegl
studierende
© pexels-bertellifotografia
Mittagsgerichte, Jausenangebote, der Zuckergehalt der Getränke, und Automaten-Snacks wurden im Burgenland streng unter die Lupe genommen.

Zwischen den Vorlesungen rasch einen Snack besorgen und sich in der Pause dann in der Mensa mit Kollegi:innen zu einem warmes Essen treffen. Oftmals geht hier günstig vor gesund – was am Budget, wie auch am Angebot liegt. Doch es geht auch anders – das zeigt der neue Campus der Hochschule Burgenland in Pinkafeld.

Zertifikat „ausgezeichnetes Verpflegungsangebot“

Hier liegt der Fokus auf gesundheitsfördernde Speisen, Snacks und Getränke. Dafür erhielt man vom vorsorgemedizinischen Institut SIPCAN das Zertifikat „ausgezeichnetes Verpflegungsangebot“. Somit ist Pinkafeld Vorreiter in der österreichischen Hochschullandschaft. Alle Verpflegungsbereiche am neuen Campus sind nach wissenschaftlichen Kriterien gesundheitsförderlich gestaltet.

Neben dem Mensa-Essen schließt die SIPCAN-Zertifizierung auch den Pausenverkauf, die Snack- und die Getränkeautomaten mit ein. Berücksichtigt wurden unter anderem die Auswahl und die Zusammensetzung der Mittagsgerichte, der Zuckergehalt der Getränke, die Gestaltung der Jausenangebote und die Auswahl der Snacks in den Automaten.

Weniger Zucker mehr Gemüse

Den Zertifizierungsprozess initiierte die Ernährungswissenschaftlerin Barbara Kramer-Meltsch, Lehrende im Department Gesundheit & Soziales. „Im Department Gesundheit & Soziales steht in der Lehre auch die ernährungsbasierte Gesundheitsförderung im Fokus. Dass unsere Mensa diese Inhalte nun im Campusalltag umsetzt und wir vom vorsorgemedizinischen Institut SIPCAN dafür ausgezeichnet werden, freut uns sehr“, betont Kramer-Meltsch.

Etwa 1.000 Studierende profitieren nun vom gesunden Angebot. An mindestens neun von zehn Verpflegungstagen werden mittags vegetarische, pikante Hauptspeisen angeboten. Süße Hauptspeisen stehen an maximal einem Tag auf dem Speiseplan. Augenmerk wird auch auf weniger Zucker gelegt: Mindestens 80 % des Getränkeangebots enthalten höchstens 6,3 g Zucker pro 100 ml und keine Süßstoffe. Mineralwasser ist fixer Bestandteil des Angebots.

Gesamtangebot im Fokus

Bei den Snackautomaten wurde das Angebot an Süßigkeiten, Mehlspeisen und pikanten Knabbereien auf maximal ein Drittel des Angebots reduziert. Den Löwenanteil machen Milchprodukte und vegetarische Kost aus. Beim Pausenverkauf gilt: Mindestens 50 % der angebotenen Backwaren weist einen hohen Schrot- beziehungsweise Kornanteil auf. Mehr als die Hälfte der Gebäckstücke wird mit pikantem vegetarischem Belag angeboten.

„Gesundheitsfördernde Verpflegung gelingt besonders gut, wenn nicht nur einzelne Produkte, sondern das gesamte Angebot in den Blick genommen wird“, sagt Manuel Schätzer, Ernährungswissenschaftler und Projektleiter bei SIPCAN. „Am Campus Pinkafeld wurde dieser umfassende Ansatz konsequent umgesetzt – vom Mittagessen in der Mensa bis zu den Getränkeautomaten. Dadurch wird die gesündere Wahl für die Studierenden im Alltag tatsächlich zur leichteren Wahl.“

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