https://www.diversityguide.at/1076
  • Diversity Management
  • Good Practice
  • People
  • Service
  • Balance
  • Diversity Voices
Themen
  • Alter
  • Awards
  • Barrierefreiheit
  • Behinderung
  • Bildung
  • Diversität
  • Fairness
  • Frauen
  • Gender
  • Gesundheit
  • Gleichstellung
  • Inklusion
  • Job
  • Kinder
  • Kultur
  • Mehrgenerationenurlaub
  • Menschen mit Behinderung
  • Neurodivergenz
  • Politik
  • Portugal
  • Reise
  • Schule
  • Urlaub mit Familie
  • WienIT
Diversity Management

Neurodivergenz – die Super-Power

Elon Musk ist es. Emma Watson ist es. Und Robbie Williams ist es auch. Neurodivergent. Anna Marton, Geschäftsführerin von Amazing 15, im Gespräch mit Marion Breiter-O’Donovan über neurodivergente Menschen und was ihren Erfolg ausmacht.
Text: Marion Breiter O’Donovan
© AMAZING15

Amazing 15 ist eine Unternehmensberatung & Personalvermittlungs-Agentur – aber eine Besondere … Was unterscheidet sie von anderen?

Das riesige Potenzial unentdeckter Talente. Und dass wir auch Talente entdecken, die bereits in den Unternehmen erfolgreich tätig sind. 1,4 Millionen Menschen in Österreich sind neurodivergent. Sie sind z.B. im Autismus-Spektrum, haben ADHS oder Legasthenie. Und das ist unsere Zielgruppe, denn richtig in Unternehmen eingesetzt, sind sie echte Super-Kräfte. 50% der arbeitsfähigen Personen im neurodivergenten Spektrum sind bereits in den Unternehmen und könnten noch mehr beitragen, Spitzenleistungen bringen. 50% sind potentielle Mitarbeiter:innen, wenn man beide Seiten – Person und Unternehmen – gut begleitet. Und genau das tun wir bei Amazing 15.

Ist die Zeit reif für Diversity Management?

Die Zeit ist schon lange reif, Strukturen in den Unternehmen müssen jetzt nachziehen. Und so wie wir es bei den Frauen in den 70ern geschafft haben, bin ich überzeugt, dass das auch für andere Gruppen möglich ist. Gerade bei uns Neurodivergenten! Denn wir sind der Motor, ein Garant für Innovation, Fortschritt und herausragende Ergebnisse. Denn wir verschreiben uns dem Ergebnis, dem Nutzen, alles andere finden wir langweilig oder können wir nicht. Das zeigt sich auch darin, dass wir keinen Smalltalk mögen / können. Denn für uns zählt das Ergebnis, nicht das Erlebnis.

„Anders“ zu sein, wird nicht von vornherein als positiv erlebt …

Hm. Ist nicht jede und jeder anders? Macht uns nicht genau das stark? Ich glaube, wir müssen öfter darüber nachdenken, was wir als normal bezeichnen oder wie weit uns unsere Gedanken vielleicht Grenzen setzen.

Ihr Rat an neurodivergente Menschen – und im weiteren Sinne an alle – im Arbeitsleben?

Da ich selbst im Spektrum bin, überlege ich, was sage ich mir oder meinen Kindern? Das wäre ungefähr: Courage ist die Wurzel für Veränderung. So können wir besser werden und uns entwickeln. Mach dich sichtbar, denn nur so kannst du anderen Menschen zeigen: Neurodivergente haben’s drauf. Und mit jeder Erfahrung mit einer Person im Spektrum, lernt der Mensch, lernt die Gesellschaft. Jede und jeder sollte erzählen können: „Ich habe mit einer Person im Spektrum zusammengearbeitet und das war großartig, weil sie viel besser als ich in analytischen Tätigkeiten oder im Erkennen von logischen Zusammenhängen war oder weil sie Fehler/Schwachstellen in einem Konzept bemerkt und diese angesprochen hat, das hat uns enorm weitergebracht.”

Und Ihr Rat an Arbeitgeber:innen? Wie können sie speziell das Potential neurodivergenter Menschen nutzen?

Hinschauen, Fragen stellen, Zuhören. Jede und jeder Mensch hat einen enormen Beitrag zu leisten. Der erste Schritt ist, sich mit dem Menschen auseinanderzusetzen und das Potenzial zu erkennen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass zu 100% bereits neurodivergente Personen in deinem Unternehmen tätig sind. Und das sind oft Personen, die sich nicht in den Vordergrund stellen, aber enorme Ergebnisse liefern. Es sind auch viele Führungskräfte neurodivergent. Denn wir sind echte High Performer, manchmal auch echte Workaholics. Das erkennt man auch an diesen Zahlen: 60% der Startup Entrepreneur neurodivergent, 30% der Selfmade Millionäre sind neurodivergent.

Wie wird aus einem Team ein High-Performance-Team?

Ich bin überzeugt: wenn es divers ist. Denn nur so gewinnt man neue Perspektiven und Lösungsansätze und kann Innovation vorantreiben. Und die Menschen müssen wissen, warum und wofür sie arbeiten!

 

Was umfasst das neurodivergente Spektrum?

  • Autismus
  • Legasthenie
  • ADHS
  • Dyskalkulie
  • Dyspraxis
  • Tourette-Syndrom
  • Intellektuelle Hochbegabung
  • Hochsensibilität

Wie Amazing 15 zu seinem Namen und Anna Marton ganz persönlich im Gespräch.

Mehr zu Diversity Management
© Hilfswerk Österreich

Betriebstageseltern erleichtern den beruflichen Wiedereinstieg

Tageseltern sind in Zeiten knapper Budgets und hohem Fachkräftemangel eine sinnvolle Alternative, um Müttern und Vätern von Kleinkindern den beruflichen Wiedereinstieg nach der Karenz zu erleichtern. Daran erinnert der Tag der Tageseltern am 7. Oktober.
© Anja Böck

Von der Nähmaschine zur Zukunft der Arbeit

In den letzten 300 Jahren haben neue Technologien Millionen Arbeitsplätze vernichtet. Heute entstehen durch die generative KI neue Berufe, die neue Fähigkeiten erfordern. Fraglich ist, ob es genug Menschen gibt, die diese besetzen.
© EY Law/Sima-Prodinger

Frauenanteil bei Börsegesellschaften auf neuem Höchstwert

Der Frauenanteil in den Führungsgremien der im Wiener Börse Index (WBI) gelisteten österreichischen Unternehmen steigt, allerdings mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit. Ein Prozentsatz von 15,3 in den Vorstandsetagen sind ein neuer Höchstwert.
© Andreas Tischler

Diversity Ball ist volljährig

Der DIVERSITY BALL 2026 steht für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Inklusion und Barrierefreiheit und brachte am 5.9. über 3.000 Menschen und 100 Artists in das Wiener Rathaus. Unter dem Motto „Move With Us“ wurde die Nacht zum Tag gemacht.
  • Über uns
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Mediadaten
  • Newsletter anmelden
Hier geht es zur aktuellen Ausgabe