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Diversity Management

Bis zur Gleichstellung dauert es noch 25+ Jahre

Frauen kämpfen oft mit vielen fehlenden Sprossen auf der Karriereleiter. In den Führungsetagen geben nach wie vor mehrheitlich Männer den Ton an - und das dürfte laut einer Studie auch noch länger so bleiben.
Text: Helene Fiegl
gleichstellung von frauen und männer
© pexels_Sora Shimaza
Es bleibt noch einiges zu tun, um eine tatsächliche Gleichstellung zu erzielen. Experten rechnen mit mindestens 25 Jahren.

Unbewusste Vorurteile, ungleiche Bezahlung oder die gerne als selbstverständlich angesehene Care-Arbeit fordert Frauen im Alltag und beeinträchtigt auch ihre Aufstiegschancen im Job. Es gibt zwar Fortschritte, wie etwa gezielte Förderprogramme oder Diversity-Initiativen, doch für eine sichtbare Gleichstellung in absehbarer Zeit reicht das nicht.

Studie zu Gleichstellung

Der Frauenanteil in Führungspositionen steigt weltweit weiterhin nur langsam. Das belegt die 21. „Women in Business“-Studie von Grant Thornton. Basierend auf den aktuellen Trends wird eine Geschlechterparität erst für das Jahr 2051 erwartet.

Mittlerweile sind 34 % der Führungspositionen mittelständischer Unternehmen weltweit von Frauen besetzt, doch dies entspricht nur einem minimalen Anstieg um lediglich 0,5 Prozentpunkte (PP) im Vergleich zum Vorjahr, heißt es in der Untersuchung. Knapp über vier Prozent der mittelständischen Unternehmen weltweit haben keine Frauen in leitenden Positionen, im Vergleich zu 6,7 % im Vorjahr. Diese Entwicklung verdeutlicht, wie wichtig Maßnahmen für mehr Gleichstellung in Führungsetagen ist.

Auch positive Trends erkennbar

Der Anteil weiblicher CEOs lässt hingegen leicht hoffen: Mit einem Zuwachs von 2,6 % kommt man auf auf 21,7 % weibliche CEOs in mittelständischen Unternehmen. Dieser Wert liegt jedoch weiterhin deutlich unter den 28,4 % aus dem Jahr 2023.

In mittelständischen Unternehmen gibt es vermehrt Personalleiterinnen: 47,6 % (+1,9 PP im Vergleich zum Vorjahr). Der Anteil weiblicher CFOs stieg auf 44,6 % (Vorjahr: 38,9 %) und 33,3 % der CMOs sind Frauen (+ 5,3 PP).

Druck von Außen hilft

Die Studie zeigt, dass 77,6 % der mittelständischen Unternehmen externen Druck in Bezug auf Gleichstellung spüren. Der größte Einfluss geht von externen Berater:innen aus – in 67,5 % der Fälle führt sie zu einem Anstieg weiblicher Führungskräfte. Weitere Treiber sind Anforderungen von Investor:innen (35,2 %) und potenziellen neuen Kund:innen (31,1 %).

Es hat sich gezeigt, dass lediglich 36,1 % der mittelständischen Unternehmen konkrete Zielvorgaben  für Frauen in leitenden Positionen haben. Dabei erweisen sich gerade Maßnahmen, wie etwa in Mentoring-, Networking- und Mitarbeiter:innen-Bindungsstrategien als besonders wirkungsvoll: Von jenen Unternehmen mit klaren Networking-Zielen (25,3 %) etwa, konnten 61,1 % das Geschlechterverhältnis in leitenden Positionen verbessern. Gleichzeitig konnte mehr als die Hälfte jener Unternehmen, die sich Ziele in den Bereichen Mentoring und Mitarbeiter:innenbindung (jeweils 50,7 %) gesetzt haben, den Frauenanteil in Führungspositionen erhöhen.

 

Mehr zum Thema

Der „Women in Business Report” ist Teil des „International Business Report“ (IBR) von Grant Thornton. Der IBR ist die weltweit führende Umfrage unter mittelständischen Unternehmen, der seit 1992 Einblicke in rund 14.000 Unternehmen liefert. Die Ergebnisse des Women in Business Reports 2025 basieren auf Interviews, die zwischen Juli und September 2024 geführt wurden. Grant Thornton zählt in Österreich sowie global zu den führenden Unternehmen in den Bereichen Tax, Audit und Advisory. Zum kompletten Report: Hier klicken!

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